(dpa/cj) TV-Star Stefan Raab hängt überraschend Ende 2015 seine "Fernsehschuhe an den Nagel", wie sein Haussender ProSieben den 48-Jährigen am Mittwochabend (17. Juni 2015) zitierte. Der 48-Jährige fühle sich von einem Angebot zu einer mehrjährigen Vertragsverlängerung geehrt, habe aber seine Entscheidung "nach reiflicher Überlegung und mit Überzeugung getroffen". Raab bedankte sich "für 16 außerordentliche, tolle und erfolgreiche Jahre".

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Show-Ideen und Preise zuhauf

Der TV-Produzent aus Köln etablierte bei ProSieben neben der Unterhaltungssendung "TV total" auch die Spielshow "Schlag den Raab" und diverse Spektakel wie die "Wok WM" oder das "TV Total Turmspringen". Für Aufsehen sorgte auch sein Einsatz als Moderator beim TV-Duell zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Herausforderer Peer Steinbrück 2013. Beim Eurovision Song Contest (ESC) trat Raab im Jahr 2000 selbst an und erreichte mit "Wadde hadde dudde da?" als Sänger, Komponist und Texter Platz fünf. Aus seiner Castingshow "Unser Song für Oslo" ging 2010 die deutsche ESC-Siegerin Lena Meyer-Landrut hervor. Raab wurde unter anderem mit dem Grimme-Preis, dem Deutschen Fernsehpreis, dem Comedy-Preis und dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet.

Viel Benzingeruch auf Schalke

Auch das Thema Auto tauchte im Laufe seiner langen TV-Karriere mehrmals auf. So etablierte Raab mit der Stock Car Crash Challenge ab 2005 in der Arena auf Schalke ein Event, in dem Mehr-oder-minder-Prominente sich gegenseitig über den Haufen fahren oder fragile Wohnwagen schnellstmöglich die Kurve kriegen sollen. Neben diversen Stammgästen wie Comedian Axel Stein oder Fernsehkoch Steffen Henssler ließ sich auch Raab selbst eine Teilnahme nicht nehmen.

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Reichlich Benzingeruch gibt es auch seit 2008 bei der Autoball-WM oder -EM, die jeweils in den Jahren der entsprechenden Fußball-Turniere stattfindet. Hier versuchen TV-Sternchen – und natürlich Raab selbst – mit einem Kleinwagen (meist ein VW Polo) einen großen Gummiball in ein Tor zu befördern.

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Ein äußerst interessantes Gefährt zeigte Raab 2014 in seiner Sendung "TV total": einen Smart-Panzer. Erbauer Mike Seebe schilderte die Entstehung des Kettenfahrzeugs und natürlich drehte der Gastgeber – furchtlos wie immer – eine Runde in dem seltsamen Fahrzeug.

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Eine Ein-Mann-Raupe fürs Grobe nutzte der gelernte Metzger Anfang 2015 bei "Schlag den Raab". Auf dem DTV (Dual Tracked Vehicle) Shredder fuhr er seinem Kontrahenten Jan-Marco Montag, immerhin ein Hockey-Olympiasieger, locker davon.

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Und selbst mit Zulieferern gab sich der TV-Entertainer ab – bei "Raab in Gefahr" auf der Autoteile-Messe Interauto 2002.

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