Steuergeschenk für Autokäufer
Amerika will den Diesel

Die US-Steuerbehörde IRS fördert den Kauf deutscher Dieselfahrzeuge: Künftig erhalten Käufer eines Volkswagen Jetta TDI oder Mercedes Bluetec in den Vereinigten Staaten umgerechnet bis zu 1200 Euro vom Preis zurück.
Seit Jahren versuchen deutsche Hersteller, den Diesel in den USA hoffähig zu machen. Bisher blieb das Ergebnis bescheiden. Doch nun erfolgte mit der Aufnahme in ein Förderprogramm der Regierung die offizielle Anerkennung. Gelingt Mercedes und Volkswagen damit das scheinbar Unmögliche? Seit Jahrzehnten hat sich in den Köpfen der US-Autofahrer das Bild vom stinkenden, rauchenden, schmutzigen Diesel förmlich festgefressen. Kein Mensch fuhr einen Selbstzünder, es sei denn er war Trucker und dazu verdammt, Tage und Wochen über die Highways zu brummen. Man kam gar nicht auf die Idee, sich privat einen Diesel zu kaufen – es gab schlicht keine!
Vor rund zwei Jahren war Mercedes in Amerika angetreten, dieses Bild zu korrigieren. Mit Bluetec, dem saubersten Diesel der Welt, den der Autohersteller gemeinsam mit Bosch entwickelt hatte. Volkswagen und Audi traten der Allianz wenig später bei. Es war der Beginn einer beispiellosen Werbekampagne für den Diesel. Den Deutschen spielte dabei in die Hände, dass im Herbst 2006 neue Vorschriften in Kraft traten, die einen erheblich geringeren Schwefelanteil im Dieselöl verlangten. Auch die steigenden Spritkosten und das wachsende Umweltbewusstsein bewirkten parallel bei "Uncle Sam", wie Amerikaner die Bundes-Autoritäten (U.S.) scherzhaft nennen, ein Umdenken.

Bild: Christian Bittmann
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