Laut einer Studie der TU Dresden entstehen durch die Nutzung von Autos in der EU jährlich Kosten in Höhe von 373 Milliarden Euro, die nicht durch Abgaben der Autofahrer gedeckt sind. Bei einer Lebensdauer von zehn Jahren koste jedes neu verkaufte Auto die Gesellschaft 16.000 Euro. "Es heißt immer: Der Autofahrer ist die Melkkuh der Nation. Die Studie zeigt, dass das völlig an der Realität vorbeigeht", sagt Michael Cramer, Abgeordneter der Grünen im Europäischen Parlament, die die Untersuchung in Auftrag gegeben haben.
Michael Cramer, Abgeordneter der Grünen im Europäischen Parlament: "Diese Kosten müssen dem Autofahren zugeschrieben werden."
41 Prozent der Kosten entstehen laut Studie durch Unfälle. Die Arbeitnehmer zahlen über die Krankenversicherung. 37 Prozent entfallen auf den Klimawandel und die Maßnahmen, um ihn zu stoppen. 22 Prozent verteilen sich auf Luftverschmutzung, Lärm und sonstige Effekte, die zum Beispiel für Gebäudeschäden oder Ernte verluste verantwortlich sind. "Diese Kosten müssen dem Autofahren zugeschrieben werden", fordert Cramer. Das sei durch eine Erhöhung der Mineralölsteuer, der Parkkosten, aber auch eine individualisierte Pkw-Maut möglich. Nur mit realistischen Preisen könne man sich für das beste Transportmittel entscheiden. Die EU-Kommission will für das Problem der externen Kosten bis 2020 eine Lösung finden.