Die Mängelquoten bei Lastkraftwagen aus osteuropäischen Ländern nehmen weiter zu. Das besagt eine Analyse des Bundesamts für Güterverkehr (BAG) im Auftrag des Fachblattes "Trans Aktuell". Ausgewertet wurden jeweils mehr als 500.000 Kontrollen aus den Jahren 2010 und 2011. Besorgniserregend sei die Entwicklung insbesondere bei den technischen Mängeln, so "Trans Aktuell". Während im Jahr 2010 immerhin vier Prozent der kontrollierten Ost-Laster verkehrsunsicher waren, stieg die Quote im Jahr 2011 auf 6,9 Prozent an. Bei der Ladungssicherung gab es eine Zunahme der Beanstandungen von 1,3 auf 1,8 Prozent.
Gefährliche Ost-LKW
Ladungssicherheit wird insgesamt ernst genommen, bei Ost-Lkw gab es aber dennoch eine Zunahme der Beanstandungen.
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Anders sieht die Statistik beim "Fahrpersonalrecht" aus, also bei den Lenkzeitüberschreitungen. Hier wurde bei etwa jedem fünften Lkw aus Deutschland und der EU ein Verstoß registriert (22 Prozent). Osteuropäische Lkw schnitten mit einer Quote von 13 Prozent deutlich besser ab. Den Grund für diese Differenz sieht das BAG allerdings hauptsächlich darin, dass mit den in Ost-Lastern noch überwiegend genutzten analogen Fahrtenschreibern die Feststellung einer Beanstandung komplizierter sei. In der EU sind größtenteils digitale Geräte im Einsatz.

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