Subaru WRX STi: Tuning von Badtoys
Gefährliches Spielzeug

Ein WRX STi ist eine feine Sache – wenn es regnet oder staubt. Dass die Allrad-Ikone aber auch fern aller Buckelpisten richtig aufdrehen kann, beweist der Schweizer Tuner Badtoys.
- Manuel Iglisch
Machen wir uns doch nichts vor – die glorreichen Tage des Subaru WRX STi sind hierzulande längst gezählt. Seine internationale Rallyekarriere – immerhin das historische Fundament für all seine Wesenszüge – hat ihr letztes großes Kapitel bereits vor knapp vier Jahren geschlossen. Allein das Engagement privater Teams (Prodrive-Kits oder alte WRC-Boliden) hält den Nimbus vom behutzten Helden staubiger Hinterlandäcker heute noch am Leben. Jenseits dieser verklärten Realität führt der STi allerdings ein Dasein im Schatten seiner großen Vergangenheit. Ein tragischer Held ist er geworden. Einer, dessen einzige große Stärke gleichzeitig auch seine größte Schwäche ist. Weshalb? Weil ein naturbelassener Serien-STi erst dann so richtig funktioniert, wenn es schmierig, glatt, buckelig oder im Allgemeinen einfach böse und ungemütlich wird.
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Krawallig: Die Heck-Theke am Badtoys-WRX macht ihrem Namen alle Ehre.
Bild: Ronald Sassen

Selbst ein Nissan GT-R hätte seine liebe Müh mit diesem Subaru.
Bild: Ronald Sassen
Der Serienlader geht bis 330 PS mit
Was man dem Badtoys-STi allenfalls ankreiden kann ist, eine Spur zu neutral ausgelegt zu sein – ein leichter Eindrehimpuls unter Last wäre durchaus wünschenswert. Die Fahrsicherheit würde darunter garantiert nicht leiden – selbst der Inbegriff für Neutralität, der Nissan GT-R, ist kaum leichter zu bändigen. Letztlich ist dies allerdings wieder eine Frage der Fahrwerkseinstellung; das D2-Gewinde bietet genug Spielraum, um der Hinterachse auf Wunsch etwas mehr Leben einzuhauchen. Am Ende bleibt also nur zu hoffen, dass Badtoys in Zukunft auch mit deutschen Zulassungen dienen kann. Derzeit ist das Tuning nur für die Schweiz zertifiziert.
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