Ein neues Motorsport-Format hat am vergangenen Wochenende (31. August) in Donington Park/England seine Premiere erlebt. Boliden in den Farben erfolgreicher Fußballvereine treten in der Superleague Formula gegeneinander an. Gefahren wird in einem einheitlichen Auto. Das Chassis des Boliden ist ein Panoz aus dem Haus von EMT (Élan Motorsports Technologies), das von einem 750 PS starken 4,2-Liter-12-Zylinder von Menard angetrieben wird. Der Austragungsmodus der Superleague ist einfach und spannend. Die jeweils vier Schnellsten aus zwei Qualifying-Gruppen fahren samstags um die Poleposition – im K.-o.-System, immer zwei Autos in geringem Abstand direkt gegeneinander. Der Rest des Feldes wird nach der Zeit in den Qualifying-Sessions platziert. Am Rennsonntag werden zwei Läufe ausgetragen, wobei der Zweite wird in umgekehrter Reihenfolge des Zieleinlaufs von Rennen eins gestartet wird. Punkte werden für alle Platzierungen vergeben. Der Laufsieger erhält 50 Zähler, der Letzte bekommt bei derzeit 17 Autos sechs Punkte.
Davide Rigon, Beijing Guoan Superleague Formula, Donington Park
Das Auftaktrennen am Sonntag konnte der in den Farben des chinesischen Klubs Beijing Guoan fahrende Italiener Davide Rigon für sich entscheiden. Er siegte vor Enrico Toccacelo/ITA für AS Roma und Duncan Tappy/GBR der für Tottenham Hotspur an den Start ging. Im zweiten Lauf setzte sich Borja Garcia/ESP im Auto des FC Sevilla vor Tuka Rocha/BRA, Flamengo Rio DE Janeiro und Adrien Vallés/ESP, FC Liverpool, durch. Für den deutschen Vertreter BVB Borussia Dortmund setzte sich Nelson Phillipe ans Steuer. Der Franzose konnte nach einem Defekt den ersten Lauf nicht beenden und wurde als 15. gewertet. Im zweiten Rennen, von Position drei gestartet, erreichte Phillipe den vierten Platz.
Das nächste Rennen der Superleague wird am 21. September 2008 auf dem Nürburgring ausgetragen. Alle Teams stellen wir in unserer Bildergalerie vor.