Suzuki Jimny: Gebrauchtwagen-Test
Das letzte kleine Abenteuer

Kein kleiner Geländewagen bietet so große Offroad-Fähigkeiten wie der Suzuki Jimny. Das macht den Allradler extrem wertstabil.
In den Zwerg haste dich schnell verguckt. Und dann kommt der Schock: Gute 10.000 Euro ruft der Händler für den sympathischen Allrad-Knirps auf. Dabei hat der acht Jahre alte Jimny, den wir bei Max Automobile 24 in Elsdorf bei Rendsburg (Schleswig-Holstein) gefunden haben, bereits knapp 75.000 Kilometer auf der Uhr. Als Neuwagen kostete der Benziner nur etwa 5000 Euro mehr. Weitere 2000 Euro kommen hinzu, wenn, wie in unserem Fall, die seltene Vierstufenautomatik verbaut ist. Macht also nach sieben Jahren schlanke 41 Prozent Wertverlust. Davon können andere Neuwagenkäufer nur träumen. Woran liegt's? Der kleine Kraxler hat seriöse Offroad-Technik an Bord und erstaunliche Querfeldein-Talente. In Verbindung mit seiner Mikro-Karosserie ist der Jimny ein Unikum. Würde man auf dem Dach des Japaners einen VW Up parken und von oben draufblicken, wäre vom Suzuki nicht mehr zu sehen als sein Reserverad.
Zwischen 90 und 110 km/h tritt Lenkungsflattern auf

Das Fahrwerk bietet auf der Straße wenig Reserven. Diese Schwäche offenbart der Jimny schon bei forcierter Kurvenfahrt.
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
Überblick: Alles zum Suzuki Jimny
Offroad-Fans empfiehlt sich das zuschaltbare Differenzialsperre
Nachrüsten sollten Jimny-Käufer auch am Unterboden. Werksseitig gibt es keinen Unterfahrschutz, den gerade die Modelle mit elektrisch zuschaltbarem Allrad nötig haben, um die Kabelage am Verteilergetriebe bei Geländefahrten zu schonen. Den gut zwei Millimeter starken Stahlschutz gibt es im freien Handel auch für Kühler und Tank mit passend vorgebohrten Befestigungspunkten. Und wer sich vollends abseits befestigter Straßen austoben will, gönnt sich eine zuschaltbare Differenzialsperre vom australischen Spezialisten ARB. So ausgestattet lassen sich auch größere Abenteuer erleben.
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