Der Tata Nano sorgte 2010 vor allem für Negativ-Schlagzeilen: Ein Rückruf wegen Brandgefahr und Qualitätsmängel, das ließ die Verkaufszahlen massiv einbrechen. Wurden im Juli noch rund 9000 Billigheimer in Indien verkauft, waren es im November 2010 gerade noch 509 Exemplare. Das dürfte Tata-Boss Ratan Tata und seinem Chef-Manager Carl-Peter Forster nicht gefallen haben. Als werbewirksame Maßnahme hat Tata deshalb einen Wettbewerb ausgelobt. Anlass für die Aktion: das 5000-Jahre-Jubiläum der indischen Goldschmiedekunst. Die Designer haben insgesamt 13 Vorschläge eingereicht. Als Sieger ging der Tata Nano "Gold Plus" aus der Ausschreibung hervor. Sein Ziel: Das billigste Auto der Welt (derzeit kostet es umgerechnet 1900 Euro) in echtes Gold hüllen und mit Edelsteinen verzieren.
Gesagt, getan. Mittlerweile ist das kleine Schatzkästchen vollendet. 80 Kilogramm Gold, 15 Kilogramm Silber und unzählige Edelsteine sollen den Wert des ehemaligen Billigheimers auf schwindelerregende 3,4 Millionen Euro erhöht haben. Derart ausgestattet geht der Nano Gold Plus jetzt auf Werbereise für die indische Juwelenbranche.