19-Jähriger im Car2Go-Mercedes gestoppt

Teenie-Raser im Car2Go-Mercedes gestoppt

Verfolgungsjagd: Polizei sperrt Köhlbrandbrücke

Ein junger Mercedes-Fahrer lieferte sich eine wilde Verfolgungsjagd mit der Hamburger Polizei. Die sperrte die Köhlbrandbrücke, um den Raser zu stoppen.
Um einen 19-jährigen Mercedes-Fahrer zu stoppen, sperrte die Polizei in der Nacht zum 7. März die Köhlbrandbrücke im Hamburger Hafen für mehr als eineinhalb Stunden. Das war passiert: Kurz nach Mitternacht war einer Polizeistreife ein Mercedes CLA vom Carsharing-Anbieter Car2go aufgefallen, der in Höhe Billstedt auf die A1 auffuhr und sofort Vollgas gab. Die Beamten verfolgten den Raser, der sämtliche Anhaltesignale ignorierte und mit überhöhter Geschwindigkeit in Richtung A255 fuhr. Dabei nahm der Fahrer keine Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer, überholte sogar einen Lkw auf dem Standstreifen. Die Polizisten forderten Verstärkung an, um den Flüchtenden zu stoppen, der bei Veddel von der Autobahn abfuhr und seine Tempo-Fahrt im Stadtgebiet fortsetzte. Dabei überfuhr er mehrere rote Ampeln, laut Polizei verhinderte nur das "umsichtige Verhalten der anderen Verkehrsteilnehmer" Unfälle. Mittlerweile verfolgten über zehn Streifenwagen den Carsharing-Raser: die Verfolgungsjagd führte über die Harburger Chaussee und die Hafenrandstraße, bis der Mercedes den Weg über die Köhlbrandbrücke Richtung A7 einschlug.

Raser rammt Kantstein und Polizeiwagen

Um die Verfolgungsjagd zu beenden und weitere Verkehrsgefährdung auszuschließen, sperrte die Polizei einen Teil der Köhlbrandbrücke. Doch der Mercedes-Fahrer hielt nicht an, sondern versuchte auszuweichen und krachte gegen einen Kantstein, wobei das linke Vorderrad stark beschädigt wurde. Der Mann gab trotzdem noch nicht auf, obwohl sein kaputtes Auto mittlerweile nur noch langsam vorankam. Selbst als ihn ein Streifenwagen ausbremsen wollte, gab er weiter Gas, krachte ins Heck des Polizeiautos. Augenblicklich stiegen drei Insassen aus dem Fluchtfahrzeug, rannten weg. Die Beamten konnten den 19-jährigen Fahrer und einen 18-jährigen Beifahrer stellen. Ein dritter Insasse entkam unerkannt. Die Tatverdächtigen wurden zunächst festgenommen und auf der Polizeiwache überprüft. Die Polizisten stellten dabei rund 1200 Euro Bargeld sowie Betäubungsmittel sicher. Der Führerschein des Fahrers wurde beschlagnahmt. Da keine Haftgründe vorlagen, durften die beiden Männer im Anschluss wieder gehen. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Drogenhandel und diverser Verkehrsdelikte. So droht dem Fahrer ein Strafverfahren wegen der Teilnahme an einem illegalen Straßenrennen.

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