Tesla Model Y im TÜV-Check (2026)
Hohe Laufleistung, schwache Bilanz

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Kaum ein anderes E-Auto legt mehr Kilometer zurück als der Tesla Model Y. Doch auch angesichts der hohen Laufleistung fällt die Mängelquote beim ersten TÜV-Termin überraschend hoch aus.
Bild: Tesla, Inc.
Der Tesla Model Y gehört zu den beliebtesten Elektroautos Deutschlands – und zu den meistgefahrenen. Die hohen Laufleistungen bleiben nicht ohne Folgen: Bei der ersten Hauptuntersuchung fällt der Tesla Model Y mit einer deutlich überdurchschnittlichen Mängelquote auf und schneidet schlechter ab als die meisten Konkurrenten.
Tesla Model Y
Bauzeit: seit 2020
Motoren: 204 PS bis 534 PS
Gebrauchtpreis: ab 36.000 Euro
Motoren: 204 PS bis 534 PS
Gebrauchtpreis: ab 36.000 Euro
Das ist er: Das Model Y ist Teslas Mittelklasse-SUV, technisch eng verwandt mit dem Model 3. Seit 2021 ist die Baureihe in Deutschland erhältlich, zunächst als Import aus China, später aus dem Werk in Grünheide bei Berlin. Das Model Y kombiniert eine klare Karosserieform mit hoher Alltagstauglichkeit: großer Kofferraum (bis zu 1485 Liter), variable Rücksitzbank, optionale Allradvarianten. Die Verarbeitung ist besser als die früherer Tesla-Modelle, erreicht aber nicht das Niveau deutscher Mitbewerber.
Das kann er: Im Alltag mit kräftigem Antritt und hohem Fahrkomfort überzeugen. Selbst das Basismodell mit Hinterradantrieb beschleunigt in unter sieben Sekunden auf Tempo 100, die Allradversion "Long Range" in gut fünf. Die Reichweite liegt je nach Variante zwischen 400 und 530 Kilometern gemäß WLTP. Das Fahrwerk ist straff, aber nicht unkomfortabel, die Lenkung direkt. Positiv fällt die effiziente Energierückgewinnung auf, ebenso das serienmäßige Sicherheits- und Assistenzpaket. Over-the-Air-Updates halten das System technisch aktuell.

Mit 525 bis 1485 Litern ist das Kofferraumvolumen des Tesla Model Y riesig.
Bild: Tom Salt/AUTO BILD
Das macht Ärger: Die Qualität früher Modelle ist nicht immer top, Spaltmaße und Materialanmutung geben Anlass zur Kritik. Im Feld finden sich zudem Berichte über schlecht abgedichtete Stellen an der Karosserie und dadurch bedingte Wassereinbrüche in Kofferraum, Fond und Beifahrerfußraum. Rückrufe betrafen den Ausfall der Lenkunterstützung, unzureichende Kühlung von Prozessoren, inaktive Erkennung der Sitzplatzbelegung, Softwarefehler in Bezug auf automatische Spurwechsel und eine Fehlfunktion des Reifendruckkontrollsystems.
Das TÜV-Urteil
Fahrwerk
An den Achsaufhängungen zeigt das Model Y zwar seinen einzigen echten Schwachpunkt im Fahrwerkskapitel, der ist wegen einer Vielzahl ausgeschlagener Trag-/Führungsgelenke dafür aber dramatisch: Mit 2,9 Prozent Mängelquote liegt das Model Y um ein Vielfaches über dem Durchschnitt (0,2 Prozent). Dämpfung und Lenkung sind unauffällig.
Licht
Größter Schwachpunkt: die Beleuchtung vorn. Mit 5,9 Prozent Mängeln (Durchschnitt 0,9) und 4 Prozent beim Abblendlicht (Durchschnitt 1,6) schneidet das Model Y auffallend schlecht ab. Im grünen Bereich: Rückleuchten und Blinker.
Bremsen
Typisch für viele Elektroautos: Die Bremsscheiben werden überdurchschnittlich oft beanstandet, beim Model Y in 2,8 Prozent (Durchschnitt 1,1) der Fälle. Grund: mangelhaftes Tragbild. Leitungen, Schläuche und Feststellbremse erweisen sich dagegen als tadellos.
Umwelt
Umwelttechnisch fährt das Model Y erwartungsgemäß mustergültig durch die Prüfung – lokal emissionsfrei und sauber, hier gibt es nichts zu beanstanden.
Mängeleinteilung*
Alter | ohne Mängel | geringe Mängel | erhebliche Mängel | verkehrsunsicher |
|---|---|---|---|---|
2-3 Jahre | 77,8 (Ø 89,4) | 4,9 (Ø 4,0) | 17,3 (Ø 6,5) | 0,0 (Ø 0,0) |
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