Test Corvette ZR1
Die Monster-Corvette

Die ZR1 ist der ultimative Sportwagen, eine Fahrt mit ihr ein unvergessliches Erlebnis. Stark, schnell und nichts für Weicheier. Die Beschleunigungswerte lesen sich wie Fabeln aus dem Almanach der Rennlegenden.
- Georg Kacher
Man kann der Corvette manches vorwerfen – aber Leistungsmangel nun wahrlich nicht. Trotzdem legten die Techniker noch ein paar Briketts nach: Mit 647 PS und 819 Nm ist die ZR1 bulliger, spurtstärker und schneller als jeder Porsche. Und auch seltener, denn die Auflage ist auf 1800 Fahrzeuge pro Jahr limitiert. Die wilde Vette besitzt einen Unterbau aus Leichtmetall und eine Karosserie aus Kohlefaser. Neu ist auch die Brembo-Bremsanlage mit Scheiben aus Carbon-Keramik- Verbundmaterial. Dem 247 Kilogramm schweren Achtzylinder sitzt ein mechanischer Lader im Nacken, der auf Wunsch den Drehmomentfluss in Sekundenbruchteilen über die Ufer treten lässt. Deshalb neigen die 20-Zoll-Michelins trotz Transaxle-Bauweise und Schutzengel-ESP bei Vollgas sogar im dritten Gang noch zum Durchdrehen. Weil der Kompressor erst bei Zweidrittellast voll einsteigt, liegt der vom Werk versprochene Mixverbrauch bei 14,5 Litern. Wobei wir eher an 15 bis 20 Liter glauben, denn so ein Spurtwagen will doch auch die Sporen spüren.
Sauschnell und wild – immer am Limit

Bild: Jim Fets
Fazit von AUTO BILD-Redakteur Georg Kacher
So ungefähr muss sich ein Ritt auf der Kanonenkugel anfühlen: wild, sauschnell, immer am Limit. Ein unvergessliches Erlebnis. Klar – ein Bugatti Veyron ist noch schneller. Aber eben auch zehnmal so teuer. Schön, dass es so ein Urviech noch gibt!
Service-Links