Test-Highlight 2025: Maserati GT2 Stradale
640 PS, Cup-2R-Reifen, echte GT2-DNA – Maserati meint es ernst

Maserati bringt echte GT2-DNA auf die Straße: Der Stradale vereint Renntechnik, "Digital Aurora"-Lack und brutale Fahrdynamik.
Bild: Lena Willgalis
"Digital Aurora" – nur falls Sie sich gerade fragen sollten, was das für eine Farbe an diesem Auto ist. Dabei handelt es sich um eine Kreation aus der Zusammenarbeit zwischen dem chinesischen Künstler William Chan und Maserati. Der Farbton wurde ursprünglich für die Sonderedition des Ghibli Hybrid "Love Audacious" entwickelt.
Das Besondere: Sie soll die Inspiration von Sonnenaufgang und Aurora-Licht zu einem violetten Farbton mit bläulichen Akzenten und einem digitalen Effekt kombinieren. Glauben Sie mir, im Sonnenschein sind die Effekte unglaublich. Farbe und Optik streiten sich quasi, wer dem GT2 Stradale mehr Aufsehen verschafft. Ich würde sagen, die Kombination macht's. Und Blau gehört sowieso zur in Modena ansässigen Marke. Kein Wunder, dass man auch Motoren wie den Dreiliter-Sechszylinder-Biturbo Nettuno (deutsch Neptun) nennt.

Nein, das ist nicht die Nummer eins, sondern eines von 914 Autos, die in den nächsten Jahren gebaut werden sollen.
Bild: Lena Willgalis
Das Besondere am GT2 Stradale ist vor allem seine Machart. Im Prinzip wirkt er so, als hätten sich die Italiener gedacht: "Wir nehmen einfach unseren Siegerwagen der FIA-GT2-Klasse, bauen Käfig und Feuerlöscher raus, stutzen etwas die Flügel und pappen ein Kennzeichen dran." Der ach so gern bemühte Transfer vom Motorsport auf die Straße – Maserati hat ihn tatsächlich vollzogen.
Erste Begegnung mit dem GT2 Stradale
Im Frühjahr 2025 saß ich erstmals im GT2 Stradale. Optisch ein Traum, herrlich gezeichnete Linien, eine Front zum Niederknien, ein Leitwerk wie aus dem Bilderbuch, innen Carbonschalen, Zentralverschlussräder, Cup-2R-Reifen mit eigener Mischung und, und, und. Erster Gedanke damals: "Die Italiener meinen das wirklich ernst; der Name GT2 steht hier nicht nur aus irgendwelchen Marketing-Gründen. Entsprechend auch der erste Fahreindruck. Extrem starke Vorderachse, jede Menge mechanischer Grip, trotzdem beweglicher Hintern, also in Sachen Speed und Fahrspaß machte das Lust auf mehr. Einzig das Triebwerk, das klingt zwar richtig schön grölig, doch trotz seiner nur 1365 Kilo müsste es mit 640 PS mehr im Rücken drücken.

Sieht schnell aus, Punkt! Googeln Sie einmal "Rennwagen Maserati GT2". Da finden Sie kaum Unterschiede.
Bild: Lena Willgalis
Und nun? Wie Sie sehen, war Maserati am Lausitzring dabei – mit Reifen und Support. Rein von den Daten muss das Auto locker unter 1:30 min fahren. Hat es das? Warten Sie den ausführlichen Test in einem der nächsten Hefte ab. Ich sag nur so viel: Das Ding rollt nicht umsonst in unseren Highlights mit.
Technische Daten: Maserati GT2 Stradale
- Motor: V6, Biturbo
- Hubraum: 2991 ccm
- Leistung: 640 PS
- Max. Drehmoment: 720 Nm
- Antrieb: Hinterrad
- Getriebe: 8-Gang-Doppelkupplung
- Gewicht: 1365 kg
- Beschleunigung: 0-100 km/h in 2,8 s
- Höchstgeschwindigkeit: 324 km/h
- Preis: 310.000 Euro
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