Geht hier ein neuer Sportwagen an den Start? Nicht wirklich, denn es handelt sich "nur" um den neuen König der Kompakten. Mit dem Mazda3 MPS krönen die Japaner ihre 3er-Reihe – und wie: Unter der Haube sorgt der bereits aus dem 6 MPS bekannte Vierzylinder-Turbobrenner für vehementen Vortrieb. Seine 260 PS machen ihn zum stärksten Fronttriebler unter den Kompakten, allerdings nicht unbedingt zum Klassenbesten: Trotz einer Differenzialsperre an der Vorderachse bekommt der optisch dezent aufgehübschte Fünftürer in engen Kurven seine Kraft kaum auf den Boden – und das hakelig zu schaltende Sechsganggetriebe fördert den Fahrspaß nur bedingt.

Gut dagegen: die rau, aber herzlich abgestimmte Auspuff-Akustik sowie das trotz kürzerer Federn und dickerer Stabilisatoren erträglich komfortabel abgestimmte Fahrwerk. Auch der Preis spricht für den feschen Feger: Mehr Leistung gibt es für 24.900 Euro nirgendwo. Ein VW Golf R32 mit 250 PS startet bei 32.500 Euro. Fazit Schnell und stark, aber nicht perfekt: Der Mazda 3 MPS weiß in manchen Situationen gar nicht, wohin mit seiner Kraft.

Technische Daten

Vierzylinder-Reihenmotor • vier Ventile pro Zylinder • Turbo mit Ladeluftkühlung • Hubraum 2261 cm3 • Leistung 191 kW (260 PS) bei 5500/ min • max. Drehmoment 380 Nm bei 3000/min • Vorderradantrieb • Sechsganggetriebe • innenbel. Scheibenbremsen • Reifen 215/45 R 18 93Y • Länge/Breite/Höhe 4435/ 1935/1465 mm • Radstand 2640 mm • Leergewicht 1485 kg • Tank 55 l • 0–100 km/h 6,1 s • Spitze 250 km/h Preis 24.900 Euro.