Ein Tuningauto, das nur über den Vertragshändler bezogen werden kann? Das gibt es! Zumindest bei der Autohausgruppe Weller. In Zusammenarbeit mit CRD (Car Research & Development), einem Technologieunternehmen der Brabus Group, entstand ein Toyota RAV4, der neben stilsicheren Karosserieanbauten auch den Beinamen Ravter trägt.

Karosserie/Qualität

Weniger ist im Fall des RAV4 wohl wirklich mehr. Ohne die schlichte Erscheinung durch übertriebenes Spoilerornat zu verschandeln, setzt der Ravter auf dezente Seitenschweller sowie Front- und Heckschürzen mit angedeutetem Unterfahrschutz. Auch die klassischen 20-Zöller im Fünfspeichen-Design setzen den Weller RAV4 wohltuend vom Serienpendant ab.

Fahrfreude/Antrieb

23 zusätzliche PS – freigesetzt durch Chiptuning – wandeln den Common-Rail-Diesel-Jekyll zwar nicht zum Mr. Hyde, sorgen aber für ein spürbar souveräneres Vorankommen. Mehr muss auch nicht sein, da der Selbstzünder mit seiner geschmeidigen Art eher zum Drehmomentsurfen als zum Drehzahlorgeln animiert.

Fahrleistungen

Landstraßentempo ist in 8,8 Sekunden erreicht. Eine von AUTO BILD gemessene Basis benötigte 0,8 Sekunden mehr. Leider steigt die Höchstgeschwindigkeit lediglich um magere 3 km/h.

Fahrwerk/Komfort

Ein Lob an die 245 Millimeter breiten 20-Zoll-Niederquerschnittreifen. Sie sorgen dafür, dass der Weller RAV4 trotz Serienfahrwerk durchaus spaßbringend und flott um die Kurve zieht. Einziger Wermutstropfen: Bei hohen Kurventempi poltert die Vorderachse ungestüm über Bodenwellen.

Preis/Kosten

Radsatz und Anbauteile gibt es nur im Komplettpaket zu kaufen. Die dafür veranschlagten 4450 Euro gehen gerade noch in Ordnung. Gleiches gilt für den Preis der Leistungssteigerung. An der Zapfsäule ist ein Mehrverbrauch von lediglich 0,4 Liter Diesel zu verzeichnen.

Fazit

Aus dem unscheinbaren RAV4 wird bei Auto Weller plötzlich ein richtig ansehnliches Straßen-SUV. Fahrdynamik und Performance sind in Anbetracht der geringen Leistungssteigerung aller Ehren wert.