THG: Tesla gewährt Supercharger-Gutschrift
So profitieren Tesla-Fahrer vom THG-Quotenhandel

Bild: DPA
Tesla bietet für seine Kundschaft eine besondere Form der THG-Prämie an: Wer seine Quote dem US-Hersteller überträgt, erhält eine großzügige Strom-Pauschale am Supercharger-Netzwerk. Derzeit hat die einen signifikant höheren Wert als die üblichen Prämien, die über Agenturen und Energieversorger ausgelobt werden.
Als die THG-Quote erstmals auf Elektroautos angewandt wurde, war es für deren Besitzer ein attraktiver Zuverdienst: Bis zu 420 Euro gab es 2022 für sie, das war im ersten Jahr der THG-Prämie. Dann stürzte sie dramatisch ab. Aktuell sind maximal 105 Euro möglich. Maßgeblich dafür sind offenbar kriminelle Aktivitäten im Ausland, die über betrügerische Projekte zur CO2-Reduzierung Millionensummen abzweigten.
Strom-Bonus für zwölf Monate
Für Tesla-Besitzer gibt es indes eine lukrative Alternative. Der Hersteller bietet seinen Kunden einen besonderen Deal für den THG-Quotenhandel: Wer dem Unternehmen die Quote überträgt, erhält Gratis-Strom am Tesla-Supercharger für 3000 Kilometer Fahrstrecke. Fahrer von Fremdmarken sind von dem Deal ausgeschlossen. Die Anmeldung erfolgt direkt über die Tesla-Website. Der Strombonus kann bis zwölf Monate nach der Gutschrift abgerufen werden.
Basis der Berechnung sind die Normverbrauchswerte (nach WLTP). Legt man zum Beispiel den offiziellen Verbrauch eines Tesla Model 3 der Basisversion "Standard Range" zugrunde, wären es entsprechend 15,7 kWh auf 100 km = 471 kWh (hier geht es zu den realen Verbrauchswerten von Elektroautos). Bei einem derzeitigen Supercharger-Strompreis von 0,43 Euro je Kilowattstunde ist die Gutschrift aktuell rund 200 Euro wert. Knapp doppelt so viel wie beim konventionellen Quotenhandel.

Mit der Strompauschale für ihre THG-Quote können Teslafahrer ziemlich lange gratis Energie am Supercharger ziehen.
Bild: DPA
Ob und wann sich die Quote wieder erholt, ist derzeit noch offen. Dabei sollte sie eigentlich von Jahr zu Jahr steigen. Von sechs Prozent im Jahr 2021, um die Mineralölkonzerne ihre CO2-Emission senken müssen, bis auf 25 Prozent im Jahr 2030.
Service-Links

