Sie gehörten jahrelang zum engsten Schumi-Kreis, feierten bei Ferrari zusammen ihre größten sportlichen Erfolge: Anschließend verschlug es Jean Todt und Stefano Domenicali in höchste sportpolitische Ämter, der Franzose war zwölf Jahre lang FIA-Präsident, der Italiener ist seit drei Jahren Formel-1-Boss.
Vergessen haben Todt und Domenicali ihren Freund Michael Schumacher dabei genauso wenig wie seinen schlimmen Skiunfall, der sich am 29. Dezember bereits zum zehnten Mal jährt. "Sein Unfall in Méribel kommt einem vor wie gestern, das sind Episoden, die das Leben verändern", sagt Domenicali jetzt im Gespräch mit 'Rai Radio'.
Schumacher: Update von Todt und Domenicali
Bild aus besseren Zeiten: Schumi mit Domenicali (l.) und Todt (r.)
Bild: picture-alliance
Der aktuelle F1-Boss hat immer noch Kontakt zur Schumacher-Familie, will darüber aber nicht allzu viel preisgeben: "Was zwischen ihm und mir ist, bleibt privat", erklärt Domenicali, um dann doch noch mit einer Aussage über den aktuellen Zustand des Rekordweltmeisters aufhorchen zu lassen: "Zehn Jahre lang so zu leben, das würde man selbst seinem schlimmsten Feind nicht wünschen."

Jean Todt: "Michael ist hier"

Auch Ex-FIA-Präsident Todt gehört zum erlesenen Kreis derer, die Schumacher besuchen dürfen. Der Franzose findet im Interview mit der Sportzeitung 'L'Equipe' anlässlich des Jubiläums rührende Worte: "Michael ist hier, also ich vermisse ihn nicht. Er wird von seiner Frau und von seinen Kindern wundervoll umgeben", sagt Todt.
Schumacher: Update von Todt und Domenicali
Jean Todt mit Michael Schumachers Frau Corinna und Tochter Gina
Bild: picture-alliance
Der mittlerweile 77-Jährige ordnet allerdings auch ein: "Aber er ist nicht mehr der Michael, der er früher war. Denn leider hat das Schicksal bei ihm hart zugeschlagen." Todt erklärt abschließend: "Sein Leben ist jetzt anders und ich habe das Privileg, Momente mit ihm teilen zu dürfen. Das ist alles, was es dazu zu sagen gibt."