Das Angebot klingt auf den ersten Blick zu verlockend, um wahr zu sein. Der zweite Blick zeigt: Es ist tatsächlich kein Trick dabei, das Angebot ist wirklich verlockend. Einen Haken gibt es zwar, doch wenn der kein Problem darstellt, gibt es ein schickes Auto de facto kostenlos. Zumindest in Kalifornien.
Denn dort verkauft Toyota einen Mirai für überschaubare 15.000 Dollar. Eigentlich muss man für das Auto satte 55.000 Dollar hinlegen. Doch die Japaner übernehmen die Differenz.
Mehr noch: Für die gezahlten 15.000 Dollar bekommt der Käufer einen Tankgutschein in gleicher Höhe dazu. Unter dem Strich kostet das Auto also nichts.

Was soll die Aktion?

Was die Aktion soll? Der Hersteller erklärte, dass die Aktion ausschließlich 2023er-Modelle betreffe und dazu diene, Platz für das 2024er-Facelift zu machen. Andererseits, um Aufmerksamkeit für das Fahrzeug zu erzeugen.
Hinzu kommt, dass Toyota die CO₂-Flottengrenzwerte für den amerikanischen Markt einhalten muss. Da ist es hilfreich, wenn emissionsfreie Fahrzeuge unter die Leute gebracht werden. Eine vergleichbare Aktion sei in Deutschland nicht geplant, heißt es.
Das Problem: Die Brennstoffzellen-Limousine kann man nicht gerade als beliebt bezeichnen. Weltweit wurden pro Jahr gerade einmal 2000 Exemplare der ersten Generation verkauft. Ähnlich sieht es bei der zweiten Generation aus, hier sind die Zahlen inzwischen sogar rückläufig.

"Wir waren nicht erfolgreich"

"Wir haben den Mirai ausprobiert, waren aber nicht erfolgreich", sagte Toyotas Chief Technology Officer Hiroki Nakajima Ende vergangenen Jahres dem britischen Auto-Magazin "Autocar". Es gebe schlicht zu wenig Wasserstoff-Tankstellen, um mit dem Mirai hohe Verkaufszahlen zu erreichen, sagte er.
Das gilt auch für Kalifornien: Shell hatte zuletzt erst angekündigt, alle sieben Wasserstofftankstellen in Kalifornien zu schließen. Der Grund: mangelnde Wirtschaftlichkeit.