(Reuters/dpa) Toyota ruft weltweit 1,9 Millionen Fahrzeuge seines Modells Prius wegen möglicher Software-Probleme in die Werkstätten. Die Hybrid-Regelelektronik könne bei wiederholt starker Beschleunigung überlastet werden. Betroffen ist die seit 2009 gefertigte dritte Generation des Hybridautos, teilte der japanische Weltmarktführer am Mittwoch (12. Februar) mit. In Deutschland sind gut 13.000 Wagen des Modells betroffen, das einen herkömmlichen Verbrennungsmotor mit einem Elektroaggregat kombiniert. Europaweit werden Toyota zufolge rund 137.000 Halter angeschrieben.
Toyota Prius
In Einzelfällen kann die Regelelektronik für den Hybridantrieb überlastet werden.
Bild: Toni Bader
Bei den betroffenen Autos würde in Einzelfällen eine Warnanzeige aufleuchten, das Fahrzeug in ein Notlaufprogramm schalten und an Fahrt verlieren. Bislang seien weltweit rund 400 Fälle gemeldet geworden, elf davon in Europa. Unfälle seien nicht bekanntgeworden. Beim Werkstattaufenthalt werde kostenlos eine verbesserte Software aufgespielt. Es handle sich um einen freiwilligen Rückruf zur Qualitätssicherung. Toyota war in den vergangenen Jahren mehrfach von Massenrückrufen verschiedener Modelle betroffen.