Die Initiatoren des Projekts, einige Tramper und der Bürgermeister der Stadt Kiel, Peter Todeskino (Bündnis 90/Die Grünen hinten links hält ein Schild mit der Aufschrift "Mama"), stehen am 11.06.2015 an einer sogenannten «Trampstelle» in Kiel (Schleswig-Holstein). Die nach Angaben der Initiatoren deutschlandweit erste offizielle Haltestelle für Rucksacktouristen ist am 11.06.2015 in Kiel eröffnet worden. Foto: Claudia Thaler/dpa
Die studentischen Initiatoren der Trampstelle mit dem Kieler Bürgermeister bei der Eröffnung.
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(dpa/jb) Daumen raus und warten: Für Reisen per Anhalter finden Rucksacktouristen in Kiel künftig eine eigene Haltestelle. Diese "Trampstelle" am Stadtrand der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt wurde am Donnerstag offiziell eröffnet. An dem Haltestreifen am Straßenrand sollen die Tramper auf eine Mitfahrgelegenheit warten können, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen oder Staus zu verursachen. Die Initiative dazu stammt von einer Gruppe Kieler Studenten.

Trampen erlebt ein Revival

"Trampen ist wieder modern", sagte Bürgermeister Peter Todeskino (Grüne, Bild oben) bei der Eröffnung. "Mit der Trampstelle wollen wir Verkehrsmöglichkeiten verbinden und auch spontane Mitfahrgelegenheiten etablieren und sicherer machen." Dabei ist Kiel ein beliebter Treffpunkt für Tramper nach Hamburg oder Richtung Skandinavien: Rund 600 Tramper würden nach Angaben der Initiatoren pro Jahr von Kiel aus ihre Reise starten.