U-Boot als Geisterfahrer auf der Autobahn
U17 sorgt für jede Menge Aufsehen

Bild: Technik Museen Sinsheim Speyer
Am vergangenen Wochenende fand im Kraichgau (Baden-Württemberg) eine Weltpremiere statt: Das 350 Tonnen schwere und fast 50 Meter lange U-Boot U17, das neue Exponat der Technik Museen Sinsheim Speyer, fuhr auf der voll gesperrten A6 und legte ein Stück der Autobahn als Geisterfahrer zurück.
Dabei war eine penible Vorbereitung der Autobahnfahrt gefragt – um unter den Hochspannungsleitungen auf der A6 in Richtung Sinsheim hindurchzukommen, musste das U-Boot geneigt werden.
U-Boot mit 10 bis 15 km/h auf der Autobahn
Sonntagmorgen kurz nach Mitternacht fuhr der Tross langsam auf die Autobahn, begleitet von Polizei-Eskorte, technischen Begleitfahrzeugen und begeisterten Blicken vieler Schaulustiger. Ständig die Straßenbegebenheiten im Blick, bewegte Fahrer Frieder Saam seinen 30-Achsen-Tieflader mit dem gekippten U-Boot an Bord mit einer Geschwindigkeit von 10 bis 15 Kilometern pro Stunde auf der Autobahn voran.
Schon bald war der Parkplatz Bauernwald Nord in Sicht. Der Plan sah vor, dass der Tross die Autobahnauffahrt bei der Anschlussstelle Sinsheim/Steinsfurt als Abfahrt nutzt.

Am Dienstag setzt sich U17 wieder in Bewegung.
Bild: Technik Museen Sinsheim Speyer
Dafür musste U17 auf Höhe des Parkplatzes auf die Gegenfahrbahn wechseln und somit die letzten fünf Kilometer als Geisterfahrer zurücklegen. Gegen 2 Uhr morgens fuhr der Plattformwagen von der A6 ab. Damit war die erste Autobahnfahrt für das U-Boot geschafft.
Kurz vor Reihen wurde U17 dann wieder aufgerichtet. Es folgte eine Durchfahrt durch den Sinsheimer Stadtteil, bis der Tross sein Ziel, den Parkplatz zwischen Reihen und Ittlingen, morgens um kurz nach 7 Uhr erreichte.
Reise noch nicht beendet
Die spektakuläre Reise ist aber noch nicht vorbei: Am Dienstag setzt sich U17 wieder in Bewegung. Dann steht die Bahnlinienüberquerung in Ittlingen an. Dafür wird U17 zum letzten Mal zur Seite geneigt.
Für alle, die nicht live vor Ort dabei sein können, übertragen die Technik Museen Sinsheim Speyer das Event als Livestream und bieten ein Tracking an. Bei besonders interessanten Streckenabschnitten begleitet ein Moderator das Geschehen und spricht unter anderem mit ehemaligen U-Boot-Fahrern. Der Transport kann über die sozialen Medien und via www.technikmuseum.de/u17 mitverfolgt werden.
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