Apps von Mitfahrbörsen: Taxifahrer demonstrieren

Uber: Verdacht auf Datenmissbrauch

Uber weiß, wann Du's getan hast

Uber wertet offenbar Kundendaten von Apps sehr viel intensiver aus, als bisher angenommen. Laut dem ARD-Magazin "Panorama" hat der private Fahrdienstvermittler eine Art One-Night-Stand-Karte erstellt.
Analytische Spielerei oder gef√§hrlicher Datenmissbrauch? Der umstrittene Fahrdienstanbieter Uber (Foto oben: Homepage) hat laut einem "Panorama"-Bericht (Ausstrahlung am Donnerstag, 8. Januar 2015) einige App-Daten seiner Nutzer in √§u√üerst intimer Weise ausgewertet. Demzufolge soll das Start-Up-Unternehmen f√ľr mehrere amerikanische Gro√üst√§dte eine Art One-Night-Stand-Karte erstellt haben. Darauf seien von Uber-Mitarbeitern ermittelte Analyseergebnisse zu sehen, die bestimmte Fahrten zu Nachtzeiten in bestimmten Gegenden aufzeichnen.

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Uber habe in einem inzwischen gel√∂schten (aber an anderer Stelle noch einsehbaren) Blogpost das Verfahren selbst geschildert, so das ARD-Magazin. Das Prozedere habe so ausgesehen: Die hauseigenen Datenexperten h√§tten Personen herausgefiltert, die am Freitag oder Samstag zwischen 22 Uhr abends und 4 Uhr nachts per App eine Fahrt gebucht haben ‚Äď und vier bis sechs Stunden sp√§ter in einem Radius von etwa 160 Metern eine weitere. Aufgrund der Annahmen, wann Nutzer wo One-Night-Stands gehabt h√§tten, habe Uber dann Karten von New York, San Francisco und anderen US-St√§dten ver√∂ffentlicht, in denen der Bezirke mit besonders vielen One-Night-Stands rot eingef√§rbt worden seien, berichtete "Panorama".

Apps von Mitfahrbörsen: Taxifahrer demonstrieren

Uber-Deutschland-Chef Fabien Nestmann verteidigt das Vorgehen als "analytisches Spiel".

Uber-Deutschland-Chef Fabien Nestmann verteidigte in einem Interview das Vorgehen als "analytisches Spiel" und Ma√ünahme zur Verbesserung des Services: "Man kann aus s√§mtlichen Auswertungen R√ľckschl√ľsse ziehen, die helfen k√∂nnen, das Angebot zu verbessern. Das ist Teil der Aktivit√§t, die Uber machen muss und wird." Gel√∂scht w√ľrden die Nutzerdaten nur, wenn ein Nutzer Uber dazu explizit auffordere. Ein Uber-Sprecher betonte im Gespr√§ch mit der Nachrichtenagentur dpa, dass es sich bei dem besagten Blog-Eintrag um eine "ganz alte Kamelle" handele. "Solche Auswertungen macht Uber l√§ngst nicht mehr."

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