Umfrage zur Mobilität in Deutschland
Junge Leute fühlen sich mobilitätsarm

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- Przemyslaw Szymanski
Mobilität ist ein zentraler Faktor für die Lebensqualität in einer modernen Gesellschaft – sei es für den Weg zur Arbeit, die Freizeitgestaltung oder den Zugang zu Bildung und Gesundheit. Doch eine aktuelle repräsentative Umfrage zeigt, dass sich eine knappe Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland als "eher mobilitätsarm" empfindet.
Mit 53 Prozent sieht mehr als die Hälfte der 1002 Befragten ab 18 Jahren ihre Mobilität eingeschränkt – sei es durch finanzielle Hürden (18 Prozent), fehlende Infrastruktur in Form eines nicht vorhandenen oder schlecht ausgebauten öffentlichen Verkehrs (27 Prozent) oder der Zeit, die dann für Erholung oder soziale Aktivitäten fehlt (30 Prozent).
Jüngere Personen besonders betroffen
Besonders auffällig ist, dass Mobilitätsarmut nicht gleichmäßig über alle gesellschaftlichen Gruppen verteilt ist. Insbesondere jüngere Befragte im Alter von 18 bis 34 Jahren sind laut der repräsentativen Umfrage deutlich stärker betroffen – genau genommen 62 Prozent.
Auch Haushalte mit einem geringeren Nettoeinkommen bis unter 2000 Euro pro Monat weisen eine überdurchschnittlich hohe Betroffenheit auf – hier sind es laut Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) sogar 66 Prozent der Befragten.
vzbv fordert Politik zum Handeln auf
Angesichts dieser alarmierenden Zahlen fordert der vzbv, dass sich die Politik dieses Themas mit Nachdruck annimmt und mit geeigneten Maßnahmen entgegensteuert. "Ein Weg ist, das Angebot an Bussen und Bahnen gerade in ländlichen Regionen deutlich zu stärken. Die nächste Bundesregierung sollte Mindeststandards einführen, wie häufig Orte mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein müssen", so Jutta Gurkmann, Geschäftsbereichsleiterin Verbraucherpolitik beim vzbv.
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