Die Abgasqualität von Neuwagen hat sich dank verbesserter Technik und Katalysatoren in den vergangenen sieben Jahren deutlich verbessert. So lag 1995 der Anteil von Euro-2-Fahrzeugen erst bei rund 42 Prozent, 1996 war er auf rund 85 Prozent angestiegen. Danach verringert sich der Anteil, weil bessere Schadstoffklassen eingeführt werden.

So wurden 1999 die Stufen Euro 3 und Euro 4 eingeführt und die nationalen Emissionsstufen D3 und D4 spielen eine größere Rolle: Euro 2 bleibt bei den Neuzulassungen 1997 mit knapp 79 Prozent an der Spitze, D3 beginnt mit 19 Prozent. 1998 kommt Euro 2 auf 32 Prozent, D3 und D4 liegen bei 66 und 1,7 Prozent. Insgesamt tummeln sich 1999 sogar vier verschiedene Emissionsstufen auf dem Markt: Die neuen Stufen Euro 3 (2,7 Prozent) und Euro 4 (0,73 Prozent) finden sich erst bei wenigen Neuwagen. Euro 2 lässt mit rund 18 Prozent bereits nach und auch D3 geht leicht zurück (55 Prozent). D4 hingegen ist stärker vertreten (24 Prozent).

2000 erfolgt dann ein großer Umschwung: Die nationalen Normen D3 (knapp 25 Prozent) und D4 (28 Prozent) verlieren stetig an Bedeutung. Die meisten Neuwagen kommen jetzt mit den europaweit gültigen Schadstoffklassen auf den Markt. Euro 3 und der schärfste Abgasgrenzwert Euro 4 legen kräftig zu: 22 Prozent (Euro 3), Euro 4 (14 Prozent). Im Jahr 2001 löst Euro 3 (rund 46 Prozent) und Euro 4 dann endgültig die anderen Abgasstufen ab. Kein Wunder, denn mindestens Euro 3 ist für alle Neufahrzeuge in Europa die Mindestanforderung. Kein Fahrzeug darf mehr mit einer schlechteren Schadstoffklasse verkauft werden. Euro-4-Fahrzeuge liegen schon bei rund 49 Prozent – Tendenz steigend. Die nächste deutliche Verbesserung ist für 2005 zu erwarten: Dann gilt für alle neuzugelassenen Fahrzeuge die Euro-4-Grenze.