Polizei fotografiert Unfall-Gaffer

Unfallgaffer: Aktion der Polizei Dortmund

Polizei fotografiert Unfallgaffer

Unfallopfer fotografieren geht gar nicht! Die Polizei Dortmund drehte den Spieß um: Sie fotografierte Unfallgaffer und veröffentlichte die Bilder.
Nach einem Massencrash mit drei Verletzten auf der A1 bei Dortmund fotografierten die Beamten der Dortmunder Polizei sogenannte Gaffer, die von der Gegenfahrbahn aus Fotos schossen. Die Gaffer verlangsamten ihre Geschwindigkeit, um Situation und Opfer aus möglichst optimaler Position abzulichten, berichtet die Polizei. Dieses Verhalten ist nicht nur respektlos gegenüber den Unfallopfern – es habe laut Polizei außerdem zu Beinahe-Unfällen geführt, da die Gaffer in diesem Moment abgelenkt waren, teilweise unkontrolliert die Spur wechselten oder plötzlich abbremsten. Vor allem Lkw-Fahrer zückten dutzendfach ihre Handys, als sie an der Unfallstelle vorbeifuhren.

50 Gaffern droht Fahrverbot

Die Dortmunder Polizei hat etwa 50 Gaffer an der Unfallstelle fotografiert und eine Auswahl der Bilder veröffentlicht. Gegen die Gaffer wurden zudem Strafanzeigen verhängt – wegen der "Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches durch Bildaufnahmen". Ihnen droht nun ein Bußgeld von bis zu 150 Euro, ein Monat Fahrverbot und ein Punkt in Flensburg.  Die Polizei spricht von einem "sinn- und rücksichtslosen" Verkehrsverhalten, das leider keine Seltenheit ist: Immer wieder kommt es auf Autobahnen zu Auffahrunfällen, die von Gaffern provoziert werden. In der Bildergalerie: Diese Gaffer wurden von der Polizei fotografiert!

Polizei fotografiert Unfall-Gaffer

Anzeige

Automarkt

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.