Nachdem jahrelang aus Italien die meisten Hilferufe nach Verkehrsunfällen beim Zentralruf in Hamburg eingingen, hat nunmehr Frankreich mit 4.400 Unfällen im letzten Jahr diese Position übernommen. Das sind knapp 16 Prozent (15,98) der insgesamt 27.536 aus dem europäischen Ausland gemeldeten Unfälle. Es folgen Italien mit 4.091 bzw. knapp 15 Prozent (14,86) und die Niederlande mit 3.002 Unfällen (10,9 Prozent). Österreich und Polen folgen mit deutlichem Abstand (2.063 und 1.973 Unfälle). Auf diese fünf Länder entfällt damit über die Hälfte der insgesamt beim Zentralruf eingegangenen Schadensmeldungen aus dem Ausland.Andere typische Urlaubsländer wie Griechenland, Portugal oder Spanien, die offensichtlich immer weniger mit Autos von Deutschland aus bereist werden, liegen mit Zahlen von 0,5 bis 3,4 Prozent weit dahinter zurück. Unfallträchtig ist vor allem die Ferienzeit: In Frankreich ist das neben Juli und August auch der September mit jeweils etwa 20 gemeldeten Unfällen pro Tag. In Italien wurden in August und September mit 1.807 Meldungen täglich durchschnittlich 30 Unfälle erfasst. Das war fast die Hälfte aller dortigen Unfallmeldungen des Jahres 2011. Dagegen haben typische Transitländer wie Belgien einen ganzjährig nahezu gleichmäßigen Verlauf der Unfallzahlen mit deutscher und ausländischer Beteiligung.

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Von

Astrid Triebsees