Unionspolitiker: Hilferuf der Autobahn GmbH muss Wissing aufschrecken
Milliardenlücke bei Autobahn GmbH

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Autobahn GmbH warnt vor Finanznot: CDU/CSU fordert Taten von Wissing. Ein zusätzlicher Bedarf von 5,5 Mrd. € bis 2028 steht im Raum.
Bild: dpa
(dpa/AUTO BILD/KI) Die Autobahn GmbH des Bundes steht vor finanziellen Herausforderungen. Ulrich Lange, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU, hat auf eine drohende Finanzierungslücke hingewiesen und Verkehrsminister Volker Wissing zum Handeln aufgefordert. Laut einer Mitteilung der Autobahn GmbH wird für die Jahre 2025 bis 2028 ein zusätzlicher Bedarf von rund 5,5 Milliarden Euro für die Instandsetzung und Modernisierung des Autobahnnetzes benötigt.
Verkehrsminister Wissing, Mitglied der FDP, hatte einen Infrastrukturfonds vorgeschlagen, um Finanzmittel für Schienen, Straßen und Wasserwege langfristig zu sichern. Lange kritisierte diesen Vorschlag als unausgereift und äußerte Bedenken gegen die Praxis, verschiedene Verkehrsträger in einem gemeinsamen Fond zu bündeln. Dies könne zu einer Verwässerung der Finanzierungskreisläufe und einem Konkurrenzkampf zwischen den Verkehrsträgern führen.
Zudem betonte Lange die Möglichkeit, mit anderen Instrumenten eine überjährige Finanzierung zu gewährleisten und nannte die zehnjährige Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung für die Schieneninfrastruktur als Beispiel. Er verwies auch auf positive Erfahrungen mit öffentlich-privaten Partnerschaften, wie sie bei Autobahnprojekten in Bremen und an der A4 gemacht wurden. Diese Modelle böten Chancen für eine schnelle Umsetzung und könnten die Effizienzvorteile privater Partner nutzen.
Die Diskussion um die Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur in Deutschland ist damit weiterhin ein aktuelles Thema. Wie genau die Finanzierungslücken geschlossen werden können und welche Modelle sich dabei durchsetzen, bleibt abzuwarten.
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