Halsketten, Zahnkronen, Pistolen – 3-D-Drucker verschmelzen Kunststoff- und Metallpulver zu den unterschiedlichsten Gegenständen. Die US-Firma Kor Ecologic hat nun ein ganzes Auto ausgedruckt. Abgesehen von Motor, Chassisteilen und den Reifen, besteht der Prototyp des Urbee 2 nur aus Schicht für Schicht modellierten Druckerzeugnissen. Vorteil der Methode: 3-D-Drucker können die Dicke von Teilen variieren, sie gezielt verstärken. Und: Wo sonst viele Einzelteile verschraubt werden, drucken die Maschinen am Stück. Beides spart Gewicht.

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Urbee 2 Hybridauto
Das Hybridauto Urbee 2 besteht aus 50 Einzelteilen. Seine Produktion in einem 3-D-Industriedrucker dauert rund 2500 Stunden.
Autohersteller setzen 3-D-Drucker vor allem für die Erstellung von Teile-Prototypen ein. "Entwicklungen, die früher drei Wochen dauerten, werden dank 3-D-Drucker heute in drei Tagen realisiert", sagt Deniz Demirtas von der Firma EOS, die die Maschinen herstellt. Für eine Großserienfertigung von Autos seien auch professionelle 3-D-Drucker (ab 150.000 Euro) zu langsam. Urbee 2 benötigte 2500 Stunden Druckzeit. Für 2035 allerdings prophezeit die Managementberatung Barkawi das Ende großer Autowerke – zugunsten dezentraler 3-D-Schnelldruckstationen.

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