Keine Frage: Der Bluttest ist bei Alkoholsündern unbestechlich. Bislang wurde dabei allerdings nur der "Spritgehalt" im Lebenssaft gemessen – was getrunken wurde und wann der letzte Tropfen davon floß, blieb meist im Dunkeln. So greifen viele Täter zur letzten faulen Ausrede und beteuern, schon seit Stunden nichts mehr getrunken zu haben.

Auch das kann künftig nachgewiesen werden. Kölner Gerichtsmediziner können jetzt per Urinprobe ermitteln, ob ein Autofahrer zum Beispiel mit Wein oder mit Wodka seine Promillegrenze überschritten hat – und daraus sogar folgern, wann das letzte Glas gehoben wurde. Das dürfte viele Gerichtsverhandlungen überflüssig machen – Ausrede zwecklos.