Es gibt Notrufe, die auch die erfahrensten Disponenten so noch nicht erlebt haben. Wie der Notruf, der zuletzt in der Leitstelle der Feuerwehr Dortmund einging.
Dabei rief eine Frau wegen einer Notlage ihrer Freundin an. Und diese Freundin weilte in Norwegen. Was war geschehen?

Plötzlich schlägt das Wetter um

Die Freundin der Anruferin ist gerade mit einem kleinen Wohnmobil, zusammen mit ihrem Hund, auf großer Reise durch Norwegen. An besagtem Tag befand sie sich bei schönstem Wetter am Geirangerfjord, wo es einen Skywalk mit einem atemberaubenden Ausblick gibt.
Allerdings ist der Weg nach oben bereits abenteuerlich ist, denn zum einen geht es hinter der Leitplanke recht steil herab, außerdem gibt es keine Wendemöglichkeit.
Was bei der Frau dann hinzu kam, war, dass auf der Fahrt nach oben das Wetter umschlug. Es begann zu regnen und dichter Nebel zog auf. Was dazu führte, dass die Frau bei der Ankunft auf der Plattform nichts mehr sah.
Nun kam Panik bei der Urlauberin auf, sie war wie gelähmt vor Angst und bat andere Besucher der Plattform um Hilfe. Doch von den Menschen dort traute sich niemand zu, ihr Wohnmobil sicher zurückzufahren. In ihrer Verzweiflung rief sie ihre Freundin in Dortmund an und schilderte ihre Situation. Danach folgte der Notruf.

Hilfe aus der Ferne

Doch auch aus der Ferne konnte ihr geholfen werden. Der Disponent der Dortmunder Leitstelle rief in Bremen bei der Leitstelle der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) an und schilderte die Notlage. Dann ging alles relativ schnell: Die norwegische Polizei wurde eingeschaltet, und diese informierte wiederum die örtliche Feuerwehr, welche wenig später mit einem Fahrzeug und drei Mann Besatzung oben auf der Plattform ankam.
Nachdem die völlig aufgelöste Urlauberin beruhigt wurde, fuhr ein norwegischer Kollege das Wohnmobil zurück und die Urlauberin trat den Rückweg im Feuerwehrauto an. Danach konnte sie sich in Ruhe eine Stelle zur Übernachtung suchen.