(dpa) Die auch in den USA beliebte Abwrackprämie nach deutschem Vorbild kann vorerst weiter gezahlt werden. Nach dem Repräsentantenhaus stimmte nun auch der Senat in Washington einer Aufstockung der Mittel um weitere zwei Milliarden Dollar (1,39 Milliarden Euro) zu. Dadurch wird das Regierungsprogramm vor dem vorzeitigen Aus bewahrt. Die ursprünglich für das Projekt bereitgestellte eine Milliarde Dollar war nach dem Start Ende Juli 2009 binnen Tagen aufgebraucht. Das Weiße Haus geht davon aus, dass die Prämie jetzt bis Anfang September gezahlt werden kann.
Von "Cash for Clunkers" (Bares für Rostlauben), wie die Abwrackprämie in USA genannt wird, erhofft sich die Regierung von Präsident Barack Obama eine Ankurbelung der schwer angeschlagenen US-Autoindustrie und einen Umstieg amerikanischer Autobesitzer auf spritsparende Modelle. Obama begrüßte die Zustimmung der Senatoren. "Nun haben mehr amerikanische Verbraucher die Chance, neuere, spritsparende Autos zu kaufen, und die amerikanische Wirtschaft wird weiter den dringend benötigten Schub erhalten", hieß es in einer Erklärung des Präsidenten. Außerdem bekomme man so "die ältesten, dreckigsten und luftbelastendsten Lastwagen und Geländewagen endgültig von der Straße".