VanTourer Urban Comfort: Wohnmobil-Test
Der neue VanTourer Urban Comfort ist clever bis ins Detail

VanTourer ist neu in der Campingbus-Szene. Der Camper auf Mercedes-Basis hat Outdoor-Küche und festen Wassertank an Bord.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
- Helene Schmidt
Mercedes wird immer beliebter bei Campern. Das gilt nicht nur für den großen Sprinter als Basis für ausgewachsene Wohnmobile. Auch die kleine V-Klasse und den rustikaleren Bruder Vito entdecken die Ausbauer für sich. Neben dem Mercedes-Werkscamper Marco Polo mit Westfalia-Ausbau bereichern seit 2020 der Campster von Pössl und der VanTourer Urban den Markt.
Das ist er: Ein Camper auf Mercedes Vito. VanTourer bietet seinen jüngsten Campingspross in drei Ausführungen an: Als Base für 49.900 Euro. In der von uns getesteten Ausstattung als Comfort mit einem Grundpreis von 62.490 Euro. Und sozusagen als Wunschlos-glücklich-Edition namens Prime für 72.490 Euro.

Der Tisch ist innen und außen an den Küchenblock einhängbar, steht aber auch frei.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Bis zu vier Reisende können im VanTourer Urban übernachten
Das hat er: Der größte Unterschied zu seinen Konkurrenten ist der komplett herausnehmbare Küchenblock mit Außenanschlüssen für Gas, Strom und Wasser. Im Möbelmodul selbst befindet sich ein zehn Liter großer Kanister für Grauwasser. Theoretisch ist es für eine Person möglich, die Küche allein aus dem Fahrzeug zu heben. In der Praxis ist es aber mit zwei Personen rückenfreundlicher. Dank Bett im Aufstelldach und umbaubarer Rücksitzbank können bis zu vier Reisende im Urban übernachten. Um die Sitzbank als Bett zu nutzen, sollte ein Topper obendrauf. Auch in technischer Sicht bietet der Urban zwei Neuheiten: Zum einen gibt es den Landstrom per DEFA-Kabel, und zum anderen verfügt der Camper über einen fest eingebauten, 25 Liter großen Frischwassertank, der sich im Eingang der Schiebetür befüllen lässt.
Das Upgrade auf 163 PS kostet 1595 Euro extra
So fährt er: Komfortabel und sportlich. Der Urban Comfort hat serienmäßig 136 PS. Unser Fahrzeug bekam ein Upgrade auf 163 PS, das 1595 Euro extra kostet, und zudem die schicken, 1490 Euro teuren 17-Zoll-Borbet-Felgen. Der Radstand und die sanft schaltende Neunstufenautomatik tragen zum hohen Fahrkomfort bei. Abstriche gibt es für das eher robust als schön aussehende Hartplastik im Cockpit. Als Entschädigung gibt es dafür viele tiefe Staufächer und Flaschenhalter.
Technische Daten
Motorisierung | 116 CDI 2.0 |
|---|---|
Leistung | 120 kW (163 PS) bei 3800 U/min |
Hubraum | 1950 cm3 |
Drehmoment | 380 Nm bei 1350 U/min |
Höchstgeschwindigkeit | 195 km/h |
Getriebe/Antrieb | Neunstufenautomatik/Hinterrad |
Tankinhalt/Kraftstoffsorte | 70 l/Diesel |
Länge/Breite/Höhe | 5140/2240/1990 mm |
Radstand/Bereifung | 3200 mm/225/55 R 17 |
Leergew. fahrbereit/Zuladung (Testmobil) | 2565/535 kg |
Anhängelast (gebremst/ungebremst) | 2200/750 kg |
Material Wand/Dach/Boden | Stahlblech |
Liegefläche Sitzbank L x B | 1900 x 1000 mm |
Liegefläche Aufstelldach L x B | 1910 x 1080 mm |
Kühlschrank | 30 l |
Herd | 2 Flammen |
Bordbatterie | 95 Ah |
Frisch-/Abwassertank | 25/10 l |
Gasvorrat/Heizung | 1x 2,75 kg/Webasto-Dieselheizung |
Grundpreis | ab 62.490 Euro |
Testwagenpreis | 69.978 Euro |
Service-Links





















