VanTourer Urban: Fahrbericht
Diese V-Klasse überzeugt gleich doppelt

Im Urlaub Reisemobil, im Alltag komfortables Stadtgefährt: Der VanTourer passt in jedes Parkhaus und bietet dennoch Vanlife.
Bild: Sven Krieger
Wer schon "Urban" heißt, der soll sich mal im Hamburger Stadtdschungel beweisen, haben wir uns in der Redaktion gedacht. Keine Felder, keine Wiesen, keine Natur, nichts da! Stattdessen heißt es Baustellen, Stau und rote Ampeln bei diesem Fahrbericht. Der VanTourer Urban soll zeigen, ob er seinem Namen gerecht werden kann und wie viel Campingfahrzeug in dem citytauglichen Modell steckt.

Auch das Cockpit überzeugt dank Pkw-Feeling.
Bild: Sven Krieger
Ein Reisemobil auf Basis der Luxus-Großraumlimousine von Mercedes – und das ist keine schlechte Idee! Kennt man das Konzept bereits vom Daimler-eigenen Marco Polo, hängt die Erwartungslatte beim Urban gleich noch etwas höher. Doch ist bereits nach kurzer Zeit klar: Der Spagat aus Alltags- und Reisemobil gelingt. So manövriert der VanTourer einen easy durch die Metropole und macht bei all den Assistenzsystemen spürbar Spaß beim Autofahren.
VanTourer Urban: Alltagsfahrzeug und Reisemobil
Auch optisch weiß der stylishe Campervan zu gefallen. Von außen und von innen in dunklen Farben gehalten, vermittelt der Wagen einen soliden, hochwertigen Eindruck. Hinzu kommen vollwertige Komponenten, die aus dem City-Flitzer im Handumdrehen einen waschechten Camper machen. Warum also für das eine oder das andere entscheiden, wenn man beides haben kann? Alltagsfahrzeug und Reisemobil.

Alles, was ein Camper braucht: Aufstelldach, Kühlbox, Gasherd, drehbare Sitze, Standheizung und vieles mehr.
Bild: Sven Krieger
Aufstelldach, Küchenblock mit Spüle, Zwei-Flammen-Gasherd und Kühlbox, drehbare Vordersitze, verschiebbare Rücksitzbank, die bei Bedarf zum Bett umgebaut werden kann, kurzum: alles, was ein Campervan bieten sollte. Hinzu kommen optional pfiffige Details, die nicht viele Modelle bieten können. So gibt es den Wagen zum Beispiel mit einer aufklappbaren Heckscheibe oder einem herausnehmbaren Küchenmodul. So kann das gesellige Kocherlebnis bei gutem Wetter schnell nach draußen verlegt werden. Dank zweier Schiebetüren sind dafür auch keine Verrenkungen nötig.
Mercedes Campervan: Aufstelldach von SCA
Sollten dennoch ein paar Tropfen runterkommen, richtet's die Thule-Markise. Ins Auge fallen auch die verbauten Schrankkomponenten. So fügen sich die helle Holzarbeitsfläche und die dunklen Schränke nahtlos in das stylishe Gesamtkonzept des Fahrzeugs ein. Gebaut ist alles so, dass es bequem aus der Sitzposition gesteuert oder erreicht werden kann. Die verschiebbare Rücksitzbank räumt dann auch noch die allerletzten Unannehmlichkeiten aus dem Weg. Ebenfalls guterreichbar und auf Kopfhöhe: das Bedienpanel für Füllstände und Heizung.

Die Arbeitsfläche ist aus hellem Holz und wirkt dadurch hochwertig und stylish.
Bild: Sven Krieger
Geschlafen wird im SCA-Aufstelldach. Mittels Reißverschluss können Seiten- und Vorderfenster geöffnet werden und für Frischluft sorgen. Fahren dann doch überraschenderweise die Kinder mit in den Urlaub oder bleibt der Besuch über Nacht, ist die Rückbank blitzschnell zum Bett umfunktioniert.
V-Klasse Mercedes: Fahrkomfort überzeugt vollends
Richtig gut! Kein Wunder, ist doch die Mercedes V-Klasse, die hier als Langversion mit Hinterradantrieb die Basis bildet, das derzeit beste auf dem Markt verfügbare Fahrzeug. Antrieb, Fahrkomfort, Infotainment, alles auf Top-Niveau. Angetrieben wird unser Testwagen von dem 190-PS-Diesel, gepaart mit der extrem reisefreundlichen Neunstufenautomatik.

Wer schon "Urban" heißt, soll sich mal im Hamburger Stadtdschungel beweisen. Fazit: hat geklappt!
Bild: Sven Krieger
Allerdings gibt es ein paar Fahrgeräusche von der rechts angebrachten Markise und dem nicht ganz perfekt gekapselten Aufstelldach. Insgesamt vereint der VanTourer aber das Beste aus Pkw- und Campingwelt und macht damit eine Menge Spaß – erst auf der Straße und dann auch auf dem Campingplatz.
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