Vanwall Vanderwell N-GT und H-GT
Der Carbon-Bruder des Ioniq 5 N, den kaum jemand kennt

Die wiederbelebte Traditionsmarke Vanwall nutzt Hyundai-Technik und verpasst dem Vanderwell N-GT und H-GT eine wilde Optik und Carbon-Karosserie. Alle Infos!
Bild: Vanwall
Möglicherweise haben Sie noch nie von Vanwall gehört. Falls doch, dann sind Sie vermutlich Motorsport-Fan – insbesondere der Formel 1. Bei Vanwall handelt es sich um ein britisches Rennteam, zu dessen Fahrern einst Größen wie Stirling Moss zählten; auch Lotus-Gründer Colin Chapman war eng mit der Mannschaft verbunden. Der größte Erfolg gelang 1958, als Vanwall als erstes Team überhaupt die Formel-1-Konstrukteursweltmeisterschaft gewann.
Trotz dieses frühen Triumphs blieb die Zeit an der Spitze kurz. Der tragische Tod des Fahrers Stuart Lewis-Evans im letzten Rennen der Saison 1958, kombiniert mit dem sich verschlechternden Gesundheitszustand von Teamgründer Tony Vandervell, führte dazu, dass Vanwall nur zwei Jahre später aufgelöst wurde.
Vanwall baut Carbon-Stromer auf Ioniq 5-Basis
In den vergangenen Jahrzehnten gab es mehrere Versuche, die Marke wiederzubeleben. Der jüngste Anlauf unter der Regie von Colin Kolles, ehemaliger Formel-1-Teammanager, gilt bislang als der erfolgreichste. Bereits 2023 meldete sich Vanwall mit dem Hypercar Vandervell 680 zurück – nun folgt das erste Serien-Straßenauto, basierend auf dem vollelektrischen Hyundai Ioniq 5 N.

Unter dem Carbon-Kleid steckt die E-GMP-Plattform von Hyundai.
Bild: Vanwall
Das SUV trägt eine Vollcarbon-Karosserie, deren kantige Linien an Rallye-Ikonen wie den Lancia Delta HF Integrale erinnern. Im Innenraum setzt Vanwall dagegen auf Luxus: Leder- und Veloursmaterialien prägen das Ambiente. Hinzu kommen umfangreiche Personalisierungsoptionen – die Wahrscheinlichkeit, zwei identische Fahrzeuge zu sehen, ist entsprechend gering.
Vanwall macht kein Geheimnis daraus, dass unter dem Carbon-Kleid die E-GMP-Plattform von Hyundai steckt – konkret die Technik des Ioniq 5. Drei Leistungsstufen stehen zur Wahl: Das Basismodell H-GT nutzt die Technik des 325 PS starken Allrad-Ioniq-5. Der N-GT basiert auf dem deutlich stärkeren Ioniq 5 N. Zusätzlich gibt es eine besonders konsequent auf Leichtbau ausgelegte Variante namens N-GT Thin Wall Special, die trotz identischer Technik unter zwei Tonnen wiegen soll.
Unter drei Sekunden auf Tempo 100
Mit bis zu 650 PS aus dem Ioniq 5 N ergeben sich beeindruckende Fahrleistungen: Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt laut Hersteller in 2,9 Sekunden, der N-GT Thin Wall Special soll diese Marke sogar mit 2,7 Sekunden unterbieten. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 270 km/h. Auch der H-GT muss sich nicht verstecken: Mit 325 PS beschleunigt er in 4,9 Sekunden auf 100 km/h, bei 185 km/h ist Schluss.

Extremstes Modell ist der N-GT Thin Wall Special mit einer Karosserie aus Sichtcarbon. Das Gewicht soll unter zwei Tonnen betragen.
Bild: Vanwall
Günstig ist das alles allerdings nicht. Bereits 2023 nannte Vanwall einen Grundpreis von 128.000 Euro netto. Inklusive Steuern entspricht das in Deutschland 152.320 Euro. Zum Vergleich: Ein regulärer Hyundai Ioniq 5 N kostet mit 74.900 Euro in der Basis nicht einmal die Hälfte.
Service-Links










