BILD (gehört wie AUTO BILD zu Axel Springer) meldet exklusiv einen historischen Kurswechsel in Brüssel. Wie die Kollegen berichten, haben sich EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EVP-Fraktionschef Manfred Weber in einer nächtlichen Sitzung geeinigt: Das Aus für das Verbrenner-Aus kommt. Die offiziellen Details sollen am kommenden Dienstag folgen.
Nach Informationen von BILD übernimmt von der Leyen das Thema persönlich, während Weber seit Langem auf ein Ende des Technologieverbots drängt. Am Donnerstag wurden die letzten Punkte abgestimmt.
Weber sagte gegenüber BILD, dass ab 2035 statt eines 100-Prozent-Verbots eine 90-prozentige CO₂-Reduktion für die Flottenziele gelten soll. Auch 2040 werde es kein komplettes Verbot geben. Damit bleiben Verbrenner weiterhin zulässig, und laut Weber "können alle in Deutschland gebauten Motoren weiter produziert und verkauft werden".
Zur Einigung beigetragen haben laut BILD auch politische Signale aus Italien und Polen. Ein gemeinsamer Brief von Giorgia Meloni und Donald Tusk habe zusätzlich Druck gemacht.
Weber betont: "Wir bleiben auf Kurs Richtung Klimaneutralität, aber wir schaffen Technologie-Neutralität. Das ist ein wichtiges Signal an die Autoindustrie und sichert viele Arbeitsplätze."
Und noch ein Punkt ist Weber wichtig: Die Entscheidung nimmt AfD & Co. ein großes Wahlkampfthema. Für ihn ist das Auto "Kultobjekt, nicht ideologisches Schlachtfeld".