Verkehrsminister gegen Tempolimit
Wissing spricht Klartext: Tempolimit ist nicht die Lösung

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Verkehrsminister Wissing lehnt Tempolimit ab: Trotz Klimadebatte und CO2-Reduktionspotential sieht er keine Akzeptanz für 120 km/h auf Autobahnen.
Bild: dpa
(dpa/AUTO BILD/KI) Bundesverkehrsminister Volker Wissing hat sich in einer aktuellen Stellungnahme gegen die Einführung eines generellen Tempolimits auf deutschen Autobahnen ausgesprochen. Der FDP-Politiker erläuterte gegenüber der Funke Mediengruppe, dass das Thema zwar regelmäßig diskutiert werde, er aber ein solches Limit nicht für eine geeignete Maßnahme halte.
In Bezug auf die Studie des Umweltbundesamtes, welche aufzeigt, dass ein Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen die CO2-Emissionen um etwa 6,7 Millionen Tonnen reduzieren könnte, merkte Wissing an, dass es viele verschiedene Zahlen in dieser Diskussion gebe. Er betonte, dass nur solche Maßnahmen erfolgreich sein können, die von der Bevölkerung akzeptiert werden.
Wissing erwähnte auch, dass ein umfassendes Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen, 80 km/h auf Landstraßen und 30 km/h in Ortschaften in Deutschland keine Akzeptanz finde. Er ist der Ansicht, dass die Bürgerinnen und Bürger solche Beschränkungen nicht unterstützen würden.
Er führte weiter aus, dass Maßnahmen nicht nur wirksam, sondern auch sinnvoll sein müssen. Als Beispiel nannte er die mögliche Folge eines Tempolimits auf Autobahnen, die dazu führen könnte, dass Autofahrer auf den kürzeren Weg durch Ortschaften ausweichen, was wiederum die Lärmbelastung für die Anwohner erhöhen würde. Dies widerspreche dem Zweck der Infrastruktur, welche gebaut worden sei, um Menschen vor Verkehr zu schützen.
Abschließend wies Wissing darauf hin, dass die Bundesregierung andere Wege verfolge, um den Verkehr klimafreundlicher zu gestalten. Er bezieht sich dabei auf den Expertenrat für Klimafragen, welcher im August des Vorjahres bestätigte, dass Deutschland nicht auf dem Weg sei, die Klimaziele für 2030 zu erreichen. Insbesondere im Verkehrs- und Gebäudesektor seien noch große Herausforderungen zu bewältigen.
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