Deutsche Autofahrer haben die Nase voll vom Verkehrsschild-Paradies Bundesrepublik. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der DEKRA. Von 1812 befragten Fahrern sprachen sich 84,4 Prozent dafür aus, den Schilderwald zu lichten. Erstaunlich: Ein Drittel kann sich sogar vorstellen, gänzlich auf Verkehrsschilder zu verzichten – wie das im Alltag funktionieren soll, sei dahingestellt. Ursache für die Anti-Schilder-Stimmung: 50,9 Prozent halten bestehende Verkehrsschilder oft für irreführend, widersprüchlich aufgestellt (44,5 Prozent) oder nicht deutlich zu erkennen (43,2). Jeder Dritte fühlt sich von zu viel Information überflutet, 28,2 Prozent kritisieren, die Unmenge an Schildern schränke oftmals die Sicht ein und provoziere gefährliche Situationen.
Für sinnvoll halten dagegen 85,7 Prozent der befragten Autofahrer Schilder, die vor Gefahrenstellen wie Glätte, Steinschlag, Rollsplit oder Fußgängerüberwegen warnen. Gerade Frauen legen besonders großen Wert auf eine sicherheitsrelevante Beschilderung im Straßenverkehr.