(dpa/AUTO BILD/KI) Luciano D'Adamo, ein 68-jähriger Italiener und Hausmeister einer Schule in Rom, hat nach einem Verkehrsunfall im Jahr 2019 das Gedächtnis an 39 Jahre seines Lebens verloren. D'Adamo wurde von einem Auto angefahren und verlor dabei das Bewusstsein. Als er im Krankenhaus erwachte, glaubte er, es sei das Jahr 1980, er sei 24 Jahre alt und lebe noch bei seinen Eltern.
Dieser dramatische Verlust der Erinnerung führt dazu, dass D'Adamo weder seine Frau noch seinen Sohn wiedererkennt. Sein Erwachen im Krankenhaus beschreibt er als schockierend, insbesondere der Moment, als er sich selbst zum ersten Mal im Spiegel sah und einen älteren Mann mit weißen Haaren erblickte.
In der Folge bat D'Adamo darum, seine Mutter zu informieren, wurde jedoch mit der Realität konfrontiert, als eine ihm fremde Frau, seine Ehefrau, das Zimmer betrat. Später stellte sich ihm zudem ein 35-jähriger Mann vor, der sich als sein Sohn ausgab, was D'Adamo ebenfalls nicht einordnen konnte.
Seit dem Unfall arbeitet D'Adamo mit Unterstützung von Ärzten, Psychologen, Familie und Freunden daran, sein Leben neu zusammenzusetzen. Er kämpft damit, Gesichter in alten Fotos zu erkennen und Freunde zu identifizieren. Trotz dieser Herausforderungen erinnert sich D'Adamo an einige wenige jüngere Ereignisse, wie die Geburt seines Enkels Matteo im Jahr 2014, symbolisiert durch ein Schild mit einem Storch und dem Namen Matteo.
D'Adamo muss sich allmählich an viele Aspekte des modernen Lebens gewöhnen, darunter die Nutzung von Handys und die europäische Währung Euro, die seit seinem Gedächtnisverlust eingeführt wurden.