Die Schließung einer 160-Kilometer-Lücke in der A 14 verschiebt sich immer weiter. Das Bundesverwaltungsgericht hat den Planfeststellungsbeschluss für einen Bauabschnitt Anfang Januar für rechtswidrig erklärt. Damit teilt die Mega-Lücke zwischen dem Dreieck Schwerin und Magdeburg die A14 weiter auf unbestimmte Zeit in zwei Teile. Im Norden ist ein kurzer Zipfel bis Wismar und im Süden ein langer Abschnitt über Halle zum Dreieck Nossen bei Dresden in Betrieb. Alles dazwischen hätte alten Plänen zufolge 2015 fertig werden sollen, doch inzwischen gibt es keinen verlässlichen Termin mehr. Stattdessen soll allein das von der Gerichtsentscheidung betroffene Stückchen zwischen Colbitz und Dolle nun 2018 befahrbar sein – frühestens. Hier addieren sich bereits bekannte Verzögerungen durch Planänderungen mit dem jüngsten Gerichtsurteil.

Eigentlich würde eine Bundesstraße reichen

Gesperrtes Hinweisschild zur Bundesautobahn 14 bei Colbitz (Sachsen-Anhalt), aufgenommen am 07.01.2014. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig will am 08.01.2014 über den Weiterbau der A14 entscheiden
Laut Landesverkehrsminister Thomas Webel gibt es keinen Zweifel, dass die Autobahn gebaut wird.
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Darin rügen die Richter, dass genau die Änderungen bei späteren Prüfungen nicht berücksichtigt worden waren. Außerdem müsse der Autobahnlärm zusammen mit einer geplanten Übungsstadt der Bundeswehr und deren Tiefflügen bewertet werden. Trotzdem reagierten die Beteiligten entspannt, vermutlich wegen der begrenzten Bedeutung der Autobahn. Das Gebiet ist dünn besiedelt und der Bau wegen des geringen Verkehrsaufkommens umstritten. Für manche Teilstücke sind weniger als 20.000 Autos pro Tag prognostiziert. Dafür reicht eigentlich eine Bundesstraße. Der verkehrspolitische Sprecher der grünen Bundestagsfraktion, Stephan Kühn, kritisierte deshalb erneut den 1,3 Milliarden Euro teuren Bau. Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) sagte dagegen: "Dass die grünste Autobahn Deutschlands gebaut wird, daran besteht kein Zweifel."