Volkswagen investiert in Entwicklung
VW hält an Elektro-Strategie fest

Volkswagen hält auch in Zukunft an der Elektro-Strategie des Konzerns fest. Dennoch sollen Verbrennungsmotoren weiterentwickelt und auf Stand gehalten werden.
Bild: Swen Pförtner
Volkswagen plant 60 Milliarden Euro u. a. in die Entwicklung von Verbrennungsmotoren zu investieren. Das bestätigte Konzern-Finanzchef Arno Antlitz vergangene Woche während einer Reuters-Veranstaltung in München. Entgegen vieler Medienberichte ist diese Information jedoch nicht neu. Denn die Pläne zu diesen Investitionen sind bereits länger bekannt.
In einer Mitteilung aus dem Jahr 2023 heißt es: "Insgesamt plant der Konzern zwischen 2023 und 2027 Investitionen in Höhe von 180 Milliarden Euro in die attraktivsten Profit-Pools. […] Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der Investitionen werden in die Zukunftsfelder Digitalisierung und Elektrifizierung fließen."
Volkswagen will Verbrenner wettbewerbsfähig halten
Die Investitionen von 120 Milliarden in die Elektro-Strategie sind entsprechend gesetzt. Das übrige Drittel von 60 Milliarden "soll weiterhin dazu genutzt werden, Verbrenner-Autos wettbewerbsfähig zu halten", wie Arno Antlitz auf der Veranstaltung bestätigte. Weiter heißt es: "Die Zukunft ist elektrisch, aber die Vergangenheit ist noch nicht vorbei." An der Aufteilung der Gelder ändert sich jedoch nichts. Von einer Umschichtung geplanter Investitionen oder gar einer Umkehr von der klaren Elektro-Strategie bei Volkswagen, wie sie aktuell in den Medien thematisiert wird und über die auch AUTO BILD berichtete, ist also nicht die Rede. "It is a third and it will stay a third", so Antlitz.
Damit bleibt Volkswagen der eingeschlagenen Richtung treu. So sprach sich Konzernchef Oliver Blume erst kürzlich für die Beibehaltung des Verbrenner-Verbots ab 2035 aus. Auf Nachfrage von AUTO BILD erklärt Volkswagen zudem: "Unsere Investitionen orientieren sich am Wettbewerb: Wir investieren weiter in die Elektrifizierung und Digitalisierung unserer Produktpalette und halten gleichzeitig unsere Verbrennerfahrzeuge in der Umstiegsphase wettbewerbsfähig." Im Jahr 2024 soll dabei die höchste Investitionsquote im Bereich Automobile mit 13,5 bis 14,5 Prozent des Umsatzes erreicht werden.
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