Volvo: Notbremssystem im ADAC-Test
Bremsbereitschaft mangelhaft

Der ADAC hat Volvos Notbremssystem mit Personenerkennung getestet. Das Ergebnis fällt düster aus. Die technische Entwicklung auf diesem Gebiet ist noch lange nicht abgeschlossen.
- Stephanie Kriebel
Nun bekommt Volvos Notbremssystem zum dritten Mal einen Rüffel. Zwei Mal bereits bescherte das System seinem Entwickler den PR-technischen GAU, als es bei Vorführungen vor Journalisten den erwünschten Stopp gerne mal verweigerte. Nun hat sich der ADAC die Sache mal angesehen. Das unangenehme Ergebnis: Der Assistent sieht schlecht und denkt zu langsam, ist aber immerhin nicht gänzlich unnütz. In dem von Volvo eng definierten Rahmen funktioniert das System gut. Bei geringsten Abweichungen aber treten schwere Mängel auf. Bei Regen beispielsweise gerät der Assistent ins Schwimmen und erkennt Personen auf der Straße nur eingeschränkt. Bei Dunkelheit ist es auch für den Assistenten zappenduster: Er erkennt nichts.

Bild: ADAC
Panne 2: $(LB677269:Volvo V60 überfährt Dummy)$
Dennoch klebt der ADAC dem Notbremsassistenten ein kleines Trostpflaste auf: Trotz der der Mängel sorge er für einen Zugewinn an Sicherheit, weil der Fahrer von der Warnfunktion profitiere, auch wenn die Notbremsung gar nicht eingeleitet würde. In jedem Fall warnt der ADAC davor, dass sich die Autofahrer auf Assistenzsysteme verlassen und deshalb ihr Aufmerksamkeit im Straßenverkehr sinkt.
Service-Links