Volvo präsentiert auf der LA Auto Show den V60 Cross Country. Hier sind die ersten Fotos des beplankten und hochgelegten Kombis für schlechte Straßen.
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Christopher Clausen
Schon vor der großen SUV-Welle hatte Volvo einen beplankten und höhergelegten Kombi im Angebot: 1997 erschien der V70 in der Cross Country-Variante. Auf der LA Auto Show (21. bis 30. November 2014) legen die Schweden nach und präsentieren ein neues Modell in robuster Offroad-Optik: den V60 Cross Country.
Mit Unterfahrschutz, Seitenschwellern und verbreiterten Kotflügeln tritt der V60 Cross Country an.
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Der Kombi kommt mit 65 Millimetern mehr Bodenfreiheit, Drehmomentsteuerung und Corner Traction Control und eignet sich damit auch für Ausfahrten abseits abgetretener Pfade. Passend dazu liefert Volvo den V60 mit wahlweise 18- oder 19-Zoll-Reifen mit einem besonders hohen Profil aus. Damit sollen besonders Abrollgeräusche verringert werden – nicht zu vergessen aber auch die höhere Widerstandsfähigkeit der Pneus, die den Edel-Kombi für raueres Terrain tauglich machen sollen.
Nicht nur beim Fahrwerk, sondern auch bei der Optik hebt sich der Lifestyle-Kletterer vom herkömmlichen Straßenmodell ab. Für einen kräftigeren Auftritt sorgen der Unterfahrschutz an Front und Heck, Seitenschweller und verbreiterte Kotflügel. Die Auspuffendrohre sind integriert. Schwarze Ledersitze mit braunen Kontrastnähten werten den V60 im Innenraum auf.
Bildergalerie
100.000 Kilometer im Volvo V60
Zunächst startet der V60 Cross Country in Kanada und in den USA und kommt dann 2015 auf den deutschen Markt. Motorseitig stehen die Drive-E-Vierzylinder-Benziner und Dieselmotoren mit Frontantrieb sowie die Fünfzylinder T5 AWD und D4 AWD mit Allradantrieb im bereit. Einen Preis nennt Volvo noch nicht.
100.000 Kilometer im Volvo V60
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Wie zuverlässig ist der Volvo V60 im Alltag? Hier kommen die wichtigsten Ergebnisse aus dem AUTO BILD-Dauertest.
Bild: Uli Sonntag
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Der Testwagen kam mit dem 114 PS starken 1,6-Liter-Diesel als Sondermodell Ocean Race in den Fuhrpark. Durch die Luxusflotte an Extras liegt sein Preis bei 50.045 Euro (aktueller Basispreis: 29.750 Euro).
Bild: Uli Sonntag
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Dieser Fünftürer, halb Kombi, halb Style-Keil, setzt sich zwischen alle Stühle der Mittelklasse. Selten wurde in der Redaktion ein Kandidat im Dauertest so zwiespältig diskutiert: Ist das noch ein echter Volvo?
Bild: Roman Raetzke
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Im Fahrtenbuch finden sich böse Kommentare wie der von Martin Puthz: "Dieses Auto ist eine Katastrophe! Premium ist daran nur der Preis". "Eine gute Wahl", urteilte dagegen Redakteur Stephan Puls, dessen Familie sich im V60 so sicher fühlte wie in Abrahams Schoß.
Bild: Roman Raetzke
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Eine seiner Marken-Tugenden hat der V60 auf jeden Fall behalten: An der Zuverlässigkeit gibt es nichts zu mäkeln. Die Qualität stimmt, da war sich die Redaktion einig. Einmal die Waschdüse kontrollieren, ...
Bild: Roman Raetzke
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... Bremsscheiben hinten tauschen, keinen Tropfen Öl nachfüllen – das war es auf 100.000 Kilometern. Wäre nicht nach 15.997 Kilometern das Infotainment-System einmal ausgefallen, stünde der V60 als Musterschüler ganz oben in der AUTO BILD-Rangliste.
Bild: Roman Raetzke
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Der V60 erntete durchweg Lob für seine bequemen Sitze, die grundsolide Verarbeitung ...
Bild: Roman Raetzke
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... und ein Design, das "in wohltuender Weise auf Repräsentation verzichtet", wie Christian Steiger fand.
Bild: Uli Sonntag
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Auch konzeptbedingte Mängel wurden notiert: "Schon Zehnjährige beklagen Raumnot", so ein Kommentar zum engen Fond.
Bild: Bader
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Dass selbst der kleine V50 mehr Laderaum bietet, überrascht gerade bei Volvos Kombi-Kompetenz. Der 1241 Liter fassende Kofferraum wurde als "nicht familientauglich" eingestuft. Positiv: ebener Boden bei umgelegten Rücksitzlehnen, hochwertiger Teppich und ein verstecktes Kellerfach.
Bild: Roman Raetzke
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In der Mittelkonsole lag das größte Ärgernis: Über die Größe der Bedientasten oder ein Dekor, das an zerkratztes Plastik erinnert, lässt sich streiten. Nicht jedoch über eine Bedienlogik, die sich selbst nach langer Gewöhnung ...
Bild: Roman Raetzke
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... nicht erschließt. "Das Navi ist eine Zumutung", ärgerte sich Online-Redakteur Michael Voß, nachdem er auf der empfohlenen Umleitung im Stau gelandet war.
Bild: Lena Barthelmeß
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Die Einrichtung dagegen wirkt angenehm beruhigend, wozu das Heer der Fahrassistenten (im Paket für 1980 Euro extra) beiträgt. Der Auffahrwarner funktioniert zuverlässig, die Rückfahrkamera liefert ein gestochen scharfes Bild. Doch die elektronischen Heinzelmännchen ...
Bild: Roman Raetzke
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... übertreiben gern. Ständig blinkt, piept oder bimmelt es, sodass viele Fahrer die Warner entnervt abstellten, was etwa beim Totwinkel-Assi erst nach umständlichem Fummeln im Elektronikmenü gelang.
Bild: Werk
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Der entspannte Charakter des 114 PS starken Diesels, ...
Bild: Roman Raetzke
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... hinterließ ein gemischtes Stimmungsbild. Wirkt der 1,6-Liter im Stadtverkehr noch "wie ein Fisch an Land", zappelig zwischen Turboloch beim Anfahren und knochigem Hochschalten, ...
Bild: Uli Sonntag
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... überzeugt der Motor auf Langstrecken mit leisem Lauf und geringem Verbrauch. "Mini-Durst und Maxi-Tank ergeben eine Reichweite wie ein Atom-U-Boot", staunte Kollege Michael Struve. Bei zurückhaltendem Gasfuß sind mit den 68 Litern bis zu 1400 Kilometer möglich.
Bild: Roman Raetzke
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Die verstellbare Dämpfung bleibt am besten in "Comfort", weil die schönen 18-Zöller hart über fiese Fugen rumpeln. Wir empfehlen stattdessen das Komfortfahrwerk mit der US-Abstimmung – oder einfach schluckfreudige 17-Zoll-Räder.
Bild: Roman Raetzke
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Wie jedes Dauertest-Fahrzeug wurde auch der V60 zum Abschluss des Tests demontiert und auf Mängel und Verschleiß untersucht. Was fiel dabei auf? Herzlich ...
Bild: Christian Bittmann
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... wenig. Satt glänzen die Rädersätze nach der Demontage. Späne hat es im Sechsganggetriebe nicht gegeben.
Bild: Dekra
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In Hellgrau präsentiert sich die Ausgangsseite des Katalysators. Die Abgasreinigung funktionierte.
Bild: Dekra
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Aber die Hauptlager haben gelitten. Den mittleren Lagerschalen sind die Strapazen am klarsten anzusehen.
Bild: Dekra
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Ölundichtigkeit am Kurbelwellen-Simmerring, links daneben der Hinweis auf die PSA-Herkunft des Motors.
Bild: Dekra
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Die endoskopische Untersuchung von Schwellern und Längsträgern zeigt: Volvos Rostvorsorge ist gut.
Bild: Dekra
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Fazit: Kleiner Motor, großes Auto – der V60 ist kein Chefdynamiker, aber ein komfortabler Reisekombi mit extrem hoher Reichweite. Solide Qualität und hochwertige Verarbeitung ...
Bild: Uli Sonntag
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... entsprechen dem hohen Preis des Volvo. Nur das Infotainmentsystem überzeugte uns nicht – und sorgte noch dazu für den einzigen Dauertest-Defekt. Note: 1-