Volvo XC90 V8 (2005): Gebrauchtwagen
Volvo XC90 mit ganz besonderem Motor zu verkaufen

Bild: Solide Automobile
32 Ventile, vier Nockenwellen, acht Zylinder und ein Gewicht von nur 190 Kilo: Dieser V8 ist ein wahres Highlight des Motorenbaus. Erhältlich war der B8444S getaufte V8 im Volvo S80 und dem SUV XC90. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt sind beide Oberklasse-Modelle selten, da die V8-Varianten vor allem in den USA beliebt waren. In Schwarzenbek bei Hamburg wird ein originaler Volvo XC90 mit dem famosen V8 angeboten. Der Preis ist heiß!
Die erste Generation des Volvo XC90 mit der internen Bezeichnung Typ C wurde Ende 2002 vorgestellt. Das 4,80 Meter lange SUV, das es optional auch als Siebensitzer gab, konkurrierte mit anderen Premium-SUV wie dem Mercedes ML (damals noch M-Klasse genannt), dem ersten BMW X5 sowie dem VW Touareg und dem Porsche Cayenne. Der Markt war heiß umkämpft, und dennoch konnte sich Volvo mit dem ersten echten SUV direkt etablieren. Gelobt wurde der XC90 vor allem für sein unverkennbares Design und die tolle Innenraumausnutzung, die ein fast schon Van-artiges Gefühl vermittelte. Bis zum Produktionsende im Jahr 2014 wurde insgesamt über 630.000 XC90 verkauft.

Der Bullenfänger sorgt für ein gesteigertes Überholprestige. Der kleine V8-Schriftzug ist ein Hinweis auf das Yamaha-Herz.
Bild: Solide Automobile
Ende 2004 gab es dann eine Premiere bei Volvo: Um die Verkäufe auf dem US-Markt anzukurbeln, überlegten sich die Schweden, einen V8 im XC90 anzubieten. Das Problem dabei: Alle Motoren waren im XC90 quer eingebaut, was wiederum bedeutete, dass ein V8 besonders schmal konzipiert sein musste. Mit diesem Auftrag wandte sich Volvo an Yamaha, wo sich die Techniker ans Werk machten – mit Erfolg. Der B8444S wurde besonders kompakt gebaut: Dank eines Bankwinkels von 60 Grad streckt sich der Motor nur 75,4 Zentimeter in die Länge und misst 63,5 Zentimeter in der Breite – womit er wie die übrigen Aggregate quer unter die XC90-Haube passt. Er besitzt 32 Ventile, vier Nockenwellen und eine zusätzliche Ausgleichswelle, um den Nachteil der Laufkultur zu kompensieren. Bei seiner Präsentation Ende 2004 war der Yamaha-Motor nicht nur der erste V8 in einem Volvo-Pkw überhaupt, sondern wurde auch als der sauberste Achtzylinder der Welt betitelt.
2010 wurde der V8 aus dem Programm genommen
Aus 4,4-Litern Hubraum holt er 315 PS und 440 Nm. Dank (frontlastig ausgelegtem) Allrad und Sechsgang-Automatik Geartronic beschleunigt das 2,1 Tonnen schwere SUV in 7,3 Sekunden auf 100 km/h, wird allerdings bereits bei 210 km/h elektronisch eingebremst.
Dass der Volvo in erster Linie für den US-Markt entwickelt wurde, wird vor allem durch die komfortable Fahrwerksabstimmung deutlich. Deutschland war von Beginn an als reiner Nischenmarkt mit maximal 1000 prognostizierten Einheiten pro Jahr geplant. Nachdem der famose Yamaha-V8 auch noch in der Limousine S80 zum Einsatz gekommen war, wurde er Ende 2010, nach der Übernahme durch Geely, aus dem Programm geworfen. Der Grund: Ein V8 würde nicht zum umweltfreundlichen Image passen.

Materialauswahl und Verarbeitung des Volvo XC90 sind top.
Bild: Solide Automobile
Umso seltener bietet sich die Gelegenheit, einen Volvo XC90 V8 auf dem deutschen Markt kaufen zu können. Der Händler "Solide Automobile" hat jedoch ein ebensolches Exemplar im Angebot. Der XC90 stammt aus dem Jahr 2005 und wurde erstmals im November zugelassen. In den vergangenen 19 Jahren wurde er von seinen zwei Vorbesitzern viel gefahren, sodass mittlerweile rund 226.000 Kilometer auf dem Tacho stehen. Laut der Inseratsbeschreibung ist der XC90 jedoch scheckheftgepflegt und macht auf den Fotos einen ordentlichen ersten Eindruck. Grundsätzlich gilt der Motor als solide, ist jedoch auch sehr durstig. Angegeben war der XC90 V8 damals mit 13,3 l/100 Kilometer, wobei 15 bis 16 l/100 km eher der Realität entsprechen dürften.
Bei dem hier angebotenen Exemplar in der Außenfarbe "Black Sapphire Metallic" handelt es sich um einen XC90 der Ausstattungslinie Summum. Wie es sich für ein Topmodell gehört, ist der Volvo mit allem ausgestattet, was Anfang der 2000er-Jahre gut und teuer war. Zu den nennenswerten Highlights zählen: Bi-Xenon-Scheinwerfer, Einparkhilfe, Navi, Glasdach, Lederausstattung, elektrisch einstellbare Sitze, Klimaautomatik, Isofix, Sitzheizung und mehr. Bei Markteinführung lag der Basispreis der V8-Version übrigens bei 59.000 Euro, womit der Volvo ein paar Tausend Euro günstiger war, als die Konkurrenz.
10.490 Euro soll der XC90 kosten
19 Jahre und 226.000 Kilometer später, soll der geräumige und sehr gut ausgestattete XC90 10.490 Euro kosten. Wenig Geld für ein Auto dieser Klasse – vor allem für eines mit einem ganz besonderen Motor. Wie immer gilt jedoch: Unterhaltskosten nicht vergessen. Ein V8 bleibt ein V8 und will unterhalten werden.
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