Den König der Wildnis domestiziert VW 2010. In diesem Jahr startet der erste eigenständig entwickelte Midsize-Pick-up von VW. Und leiht sich den Namen Amarok bei den in Nordkanada und Grönland lebenden Inuit aus. Dieser steht dort für den Wolf. Und wie das Raubtier sollte der Amarok weltweit Beute machen, allerdings im Sinne von Marktanteilen.
Gebrauchtwagensuche: VW Amarok
VW Amarok Style DC 3.0 TDI 4MOTION Automatik
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VW Amarok Style DC 3.0 TDI 4MOTION Automatik
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VW Amarok PanAm HardTop AssisP AHK Matrix Klimaaut
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3.000 km
177 KW (241 PS)
04/2026
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VW Amarok Style DC 3.0 TDI 4MOTION Automatik
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VW Amarok Style DC 3.0 TDI 4MOTION Automatik
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VW Amarok PanAmericana 3.0 TDI Hardt. Standh
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VW Amarok PanAmericana 3.0 TDI Hardt. Standh
4.900 km
177 KW (241 PS)
03/2026
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Diesel (WLTP), 10,5 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 275 g/km*
VW Amarok 3.0 TDI 4Motion Automatik Style
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VW Amarok 3.0 TDI 4Motion Automatik Style
9.876 km
177 KW (241 PS)
02/2026
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Diesel (WLTP), 10,2 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 268 g/km*
VW Amarok Life DC 151 kW 2.0 TDI 4Motion permanent 10-Gang Automatik 4MOT
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VW Amarok Life DC 151 kW 2.0 TDI 4Motion permanent 10-Gang Automatik 4MOT
4.500 km
151 KW (205 PS)
02/2026
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Diesel (WLTP), 8,7 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 229 g/km*
VW Amarok Doppelkabine 4Motion Aventura DC 177 kW 3.0 TDI 4M
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VW Amarok Doppelkabine 4Motion Aventura DC 177 kW 3.0 TDI 4M
5.000 km
177 KW (241 PS)
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Diesel (WLTP), 10,4 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 273 g/km*
VW Amarok 3.0 TDI 4Motion permanent 10-Gang Automat
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VW Amarok 3.0 TDI 4Motion permanent 10-Gang Automat
4.500 km
177 KW (241 PS)
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Diesel (WLTP), 10,5 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 276 g/km*
VW Amarok PanAmericana 3.0l V6 4MOTION AHK Rollcover LED-Mat
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VW Amarok PanAmericana 3.0l V6 4MOTION AHK Rollcover LED-Mat
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VW Amarok PanAmericana 3,0TDI 177kW 4M NAVI HARDTOP
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VW Amarok PanAmericana 3,0TDI 177kW 4M NAVI HARDTOP
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177 KW (241 PS)
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Kostengünstig produziert im VW-Werk in General Pacheco/Argentinien. Für Märkte, wo ein robuster Pick-up mit Komfort und geschliffenem Auftritt gefragt ist. Doch die argentinische Qualität ist durchwachsen, dazu der Leiterrahmen schwach konserviert. Das passt nicht zu den anspruchsvollen Kunden in Europa, die mit reichlich Streusalz leben müssen.

VW Amarok gebraucht: Qualität verbessert sich ab 2012

Frühe Exemplare ernten entsprechende Kritiken und strapazieren das Image. Zum Glück bessert VW aufwendig nach: 2012 wird im Werk Hannover eine Produktionslinie für Europa errichtet. Und tatsächlich verbessern sich Rostschutz und Fertigungsqualität deutlich. Doch dann legt die EU strengere Abgasgrenzwerte für Pick-ups fest. Die VW-Techniker können den bisher verwendeten 2.0 TDI der Motorengeneration EA 189 nicht über die Euro-6-Abgashürde hieven.
VW Amarok 3.0 TDI 4Motion
Das Cockpit: Armaturenbrett mit reichlich robusten Kunststoffen. Ergonomie und Bedienkomfort sind ohne Tadel.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD

Eine weitere VW-typische Gewaltlösung rettet das Modell vor seinem vorzeitigen Aus: Man modifiziert den teuren Dreiliter-V6-Turbodiesel, der sonst von Luxus-Kalibern wie Porsche Cayenne, Audi Q7 und VW Touareg genutzt wird. 1,5 Liter mehr Ölvolumen sollen den Antrieb für mindestens 300.000 Kilometer im harten Gewerbeeinsatz fit machen. Der gewaltige Aufwand verhagelt die Bilanz: 8000 Euro teurer als der zuvor angebotene 2.0 TDI, lässt sich nur mit den weiterhin in Argentinien gebauten Vierzylinder-Amarok auf anderen Märkten gutes Geld verdienen.

Gravierende Schäden betreffen meist den 2.0-Biturbo-TDI-Motor

Über seine Bauzeit betrachtet wurde der Amarok zwar empfindlich teurer, legte dafür jedoch enorm an Reife zu. Gravierende Schäden betreffen meistens den im VW Bus T5 verrufenen 2.0-Biturbo-TDI-Motor, wenn dieser mit hohen Anhängelasten und Vollgas malträtiert wurde. Der im T5-Bulli toxische, weil langsam zerbröselnde AGR-Kühler ist zum Glück nicht verbaut.

Technische Daten

Technische Daten
Motor
V6, Turbo/vorn längs
Ventile/Nockenwellen
4 pro Zylinder/4
Hubraum
2967 cm³
Leistung
150 kW (204 PS) bei 3000/min
Drehmoment
500 Nm bei 1250/min
Höchstgeschw.
189 km/h
0-100 km/h
9,2 s
Tank/Kraftstoff
80 l/Diesel
Getriebe/Antrieb
Achtstufenautomatik/Allrad
L/B/H
5254/1954/1834 mm
Laderaumvolumen*
1285 l 
Leergewicht/Zuladung
2128/792 kg

Und unser Testwagen? Der im Mai 2019 erstzugelassene Amarok 3.0 TDI Canyon vom Autohus in Bremen stammt bereits aus der Facelift-Baureihe und hat den 204 PS starken V6-Motor (EA 897 Evo) unter der Haube. Äußerlich trägt er ein paar Dellen, doch insgesamt wirkt er gepflegt. Auch wenn es ab 2019 sogar eine 258-PS-Ausbaustufe gab, fühlt man sich bullig motorisiert und hat dank des Torsen-Allradantriebs und einer Differenzialsperre an der Hinterachse stets reichlich Traktionsreserven. Letztere kann man gut brauchen, wenn die bis zu 3,5 Tonnen Anhängelast ausgereizt werden.
Auch als Geländewagen-Ersatz ist der Amarok brauchbar: Böschungswinkel von 29 Grad vorne und 24 Grad hinten sind sehr ordentlich, die Wattiefe beträgt 50 Zentimeter. Dass es all diese Fähigkeiten nicht geschenkt gibt, zeigen die strammen Kurse. Unser Testwagen kostete inklusive Standheizung, Navi und Hardtop neu 59.648 Euro. Nach 152.764 Kilometern wären immer noch 31.980 Euro Adoptionsgebühren für den Wolf unter den Pick-ups fällig.

Unterhaltskosten

Unterhaltskosten
Testverbrauch
11,2 l D/100 km
CO2
211 g/km
Inspektion
350-650 Euro
Haftpflicht (23)*
701 Euro
Teilkasko (22)*
783 Euro
Vollkasko (20)*
1045 Euro
Kfz-Steuer (Euro 6)
553 Euro

Ersatzteilpreise*

Ersatzteilpreise*
Lichtmaschine (AT)
738 Euro
Anlasser (AT)
600 Euro
Wasserpumpe
422 Euro
Zahnriemen
entf., Steuerkette
Nachschalldämpfer
388 Euro
Kotflügel vorn links, lackiert
1410 Euro
Bremsscheiben und -klötze
628 Euro
Infotainmenteinheit
1350 Euro
Sommerreifen (245/65 R 17 111 H)
700 Euro

Der Amarok taugt als Gebrauchttipp für alle, die ein komfortables Arbeitspferd mit hoher Anhängelast suchen. Allerdings sind erst jüngere Modelle ab dem Facelift richtig gut und die Preise oft hoch.