VW Corrado G60 (1989) Gebrauchtwagen
VW Corrado G60 mit nur 11.000 Kilometern zu verkaufen

Bild: Autoscout24
Der VW Corrado ist längst ein Klassiker. Zwischen 1988 und 1995 verließen knapp 98.000 Corrado das Karmann-Werk in Osnabrück. In den letzten drei Jahrzehnten sind nicht wenige Exemplare verunfallt, viele Corrado wurden auch schlichtweg verbraucht. Gepflegte Autos im Originalzustand sind zunehmend seltener anzutreffen. Doch es gibt noch echte Schätze wie dieser schwarze Corrado beweist!
In Dillingen an der Donau, gleich um die Ecke vom Legoland, wird ein VW Corrado G60 verkauft, der seinesgleichen sucht. Nicht nur wurde dieser Corrado von Tuningsünden verschont, es handelt sich hierbei um ein Ersthandauto mit einem unglaublichen Kilometerstand. Die Erstzulassung datiert aus dem November 1989, seitdem befindet sich das kompakte Sportcoupé in erster Hand und wurde gerade mal knapp 11.100 Kilometer gefahren. Kein Wunder, dass der Corrado auf den Inseratsfotos wie ein Jahreswagen aussieht.
Doppelt so teuer wie ein Scirocco
Ursprünglich wurde der Corrado übrigens als Nachfolger des Scirocco II konzipiert und sollte sogar günstiger eingepreist werden. Hohe Entwicklungskosten und technische Rafinessen wie der bei 120 km/h elektrisch ausfahrbare Heckspoiler (fährt ab 20 km/h wieder ein) vereitelten diesen Plan und so entschied man sich in Wolfsburg dazu den 4,05 Meter langen Corrado besonders reichhaltig auszustatten und parallel zum Scirocco anzubieten, quasi als höherwertige Alternative. In Zahlen bedeutete das: Das Topmodell Corrado G60 kostete 1988 neu rund 42.000 DM und damit knapp doppelt so viel wie der günstigste Scirocco.

Auf den Fotos sieht der Corrado aus wie neu. Besonders schön: Das Auto befindet sich im unverbastelten Originalzustand.
Bild: Autoscout24
Ein weiterer kurioser Fakt zum Corrado: Eigentlich sollte das auf dem Golf II basierende Coupé VW Taifun heißen und damit die Reihe der Winde bei VW (Passat, Scirocco) fortführen. Aufgrund der zerstörerischen Natur eines Taifuns wurde daraus allerdings nichts und man entschied sich für den Namen Corrado, der auf das spanischen Wort "correr", übersetzt rennen, zurückzuführen ist. Der Corrado war bei seiner Premiere 1988 ein Hingucker: ein sportliches 2+2-Coupé mit allerhand technischen Innovationen. Erstmals wurden bei einem Volkswagen die Stoßstangen in Wagenfarbe lackiert, die vorderen Kotflügel waren die ersten CAD-Bauteile der Wolfsburger. 1993 gab es sogar die Designstudie eines Cabriolets, die jedoch nicht in Serie ging.
Der G60 leistet 160 PS
Anfänglich wurde der Corrado ausschließlich als G60 angeboten. Der Clou: Dank eines sogenannten Garrett-Spiralladers leistete der nur 1,8 Liter große Vierzylinder stattliche 160 PS herauspresste. Mit 225 km/h war der VW Corrado G60 der bis dahin schnellste jemals in Serie produzierte Volkswagen. 1991 legte VW sogar noch mal nach und verpflanzte den 2,9-Liter VR6 in den dann rund 1200 Kilo leichten Corrado, wodurch der Topspeed auf beeindruckende 235 km/h kletterte.

Könnte auch als Jahreswagen durchgehen: Der Innenraum ist praktisch unbenutzt. Gebrauchsspuren? Fehlanzeige!
Bild: Autoscout24
Zur Serienausstattung gehörten ABS, Servolenkung, Nebelscheinwerfer und mehr. Die ebenfalls aufpreisfreien elektrisch verstellbaren und beheizten Außenspiegel fanden später sogar beim legendären McLaren F1 Verwendung – immerhin einem der wertvollsten Supersportwagen der Neuzeit, der zwischen 15 und 20 Millionen Euro gehandelt wird. Damit verglichen ist der Corrado ein absolutes Schnäppchen, die Preise auf dem Gebrauchtwagenmarkt starten bei etwa 5000 Euro, die Auswahl ist zudem recht groß.
Gepflegte Exemplare zu finden gestaltet sich allerdings schwierig und das hier gezeigte schwarze Exemplar dürfte fraglos zu den besten aktuell erhältlichen Corrado auf dem Markt gehören. Nicht nur sprechen wir von einem deutschen Ersthandauto, das selbstverständlich unfall- und nachlackierungsfrei ist, es ist auch noch ein früher G60 mit Features wie Leder, Sitzheizung und BBS-Felgen.
Leider wird im Inserat nur wenig zur Historie des Corrado erwähnt. Außer, dass das Serviceheft vorhanden ist und der Zahnriemen zuletzt 2022 gewechselt wurde, sind die Informationen relativ dürftig. Interessenten sollten sich daher in jedem Fall vor Ort ein Bild vom Auto machen und im Idealfall auch eine kurze Probefahrt absolvieren, denn die Technik des G-Laders kann unter Umständen durchaus Probleme machen. Ist der Lader kaputt, kann es teuer werden.
39.500 Euro soll der Corrado kosten
Mit einem aufgerufenen Preis von 39.500 Euro gehört der Corrado nicht nur zu den vermeintlichen besten, sondern auch zu den teuersten Exemplaren auf dem Markt. Nur in Ausnahmefällen werden für getunte Exemplare 50.000 Euro und mehr aufgerufen. Wer jedoch auf der Suche nach einem originalen Corrado G60 im augenscheinlichen Bestzustand ist, dürfte mit diesem Exemplar glücklich werden.
Service-Links











