VW e-Up gebraucht: TÜV-Report 2026
Das gilt es beim gebrauchten VW e-Up zu beachten

–
Der VW e-Up wurde erst spät gut und begehrenswert, er machte eine erstaunliche Karriere. Gebrauchtkäufer können bei ihm finden, was VW aktuell vermissen lässt.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Klein, leicht und wendig: Die Basis des VW e-Up passt gut zum Elektroantrieb. Vor allem die späteren Modelle mit größerem Akku sind die bessere Wahl. Beim Kauf lohnt ein genauer Blick auf den allgemeinen Zustand und die Vorgeschichte.
VW e-Up
- Bauzeit: 2013 bis 2023
- Motoren: 82 PS bis 83 PS
- Preis: ab 7000 Euro
Das ist er: Ein Mini mit Achterbahnkarriere: Beim Start 2013 zunächst als teures Öko-Feigenblatt verlacht, war der e-Up ab 2020 heiß begehrt. Schon 2023 kam das Ende. Dabei war der VW wie geschaffen für den elektrischen Antrieb. In dem quirligen Stadtauto reichte der anfangs 18,7 kWh kleine Akku im Fahrzeugboden für bis zu 165 Kilometer, im Winter für deutlich weniger. Ab 2020 fasste der Akku dann 36,8 kWh, zudem sank der Preis, denn der Staat gab 6000 Euro Kaufprämie dazu. Resultat: 15 Monate Lieferfrist, es gab sogar einen kompletten Bestellstopp. VW produzierte so viele Autos wie möglich, und 2021 war der e-Up die Nummer 2 in der deutschen Elektroauto-Hitliste.

Der 3,54 Meter kurze e-Up ist handlich, vermittelt aber nicht das Gefühl von Verzicht.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Das kann er: Vieles, was ein Kurzstreckenstromer können muss. Der VW wuselt wendig in der Stadt und schafft mit dem größeren Akku Reichweiten bis 250 Kilometer. Dabei fühlt sich das 3,54 Meter kurze Raumwunder keineswegs nach Verzicht an, das Fahrwerk überzeugt mit erwachsenem Komfort. Die Betriebskosten bleiben dabei sensationell niedrig. Mit optionalem City-Notbremsassistenten gewinnt das Konzept deutlich an Sicherheit. Ein CCS-Anschluss für zügigeres Laden mit bis zu 40 kW Ladeleistung kostete Aufpreis.
Das macht Ärger: Wegen Wassereintritts in die Hochvoltbatterie rief oder kaufte VW e-Up zurück; alte Akkus können je nach Historie schwächer geworden sein, so sinkt die Reichweite nochmals. Das relativ hohe Drehmoment frisst bei entsprechender Nutzung Reifen. Nicht immer ganz zuverlässig funktionieren der CCS-Ladeanschluss und die zum Fahrzeug gehörige Smartphone-App.
Das TÜV-Urteil
Fahrwerk
Der VW e-Up liegt hier rundum im guten Durchschnitt. Antriebswellen und Lenkanlage geben sich gar keine Blöße, auch Achsfedern und Dämpfer werden meist besser bewertet als bei der Konkurrenz. Achsaufhängungen und Lenkgelenke liegen überwiegend im Mittelfeld.
Licht
Probleme mit dem Abblendlicht häufen sich bereits bei der ersten Untersuchung. Bei den Fünfjährigen wird auch die hintere Beleuchtung überdurchschnittlich oft bemängelt. Untadelig präsentieren sich Beleuchtung vorn und Blinkeranlage.
Bremsen
Die zickende Fußbremse kreiden die Prüfer überdurchschnittlich oft an. Auch die Bremsscheiben zeigen leicht erhöhte Mängelquoten. Die Bremsleitungen und -schläuche hingegen sind durchweg top.
Umwelt
Der VW e-Up zeigt aktuell keinen Ölverlust am Untersetzungsgetriebe des E-Motors. Durch die fehlende Abgasanlage hat der E-Auto-Fahrer auch hier eine Sorge weniger. Genauso fällt die AU für den Stromer naturgemäß aus.
VW e-Up: Mängeleinteilung*
Ohne Mängel | Geringe Mängel | Erhebliche Mängel | Verkehrsunsicher | |
|---|---|---|---|---|
Alter | ||||
2-3 Jahre | 88,7 (Ø 89,4) | 4,4 (Ø 4,0) | 6,9 (Ø 6,5) | 0,0 (Ø 0,0) |
4-5 Jahre | 87,2 (Ø 84,7) | 4,7 (Ø 5,3) | 8,2 (Ø 10,0) | 0,0 (Ø 0,0) |
Fazit
Die Up-Verbrennerplattform – wenig Gewicht, wendiges Fahrwerk – passt auch für den Stromer hervorragend. Die 2020 eingeführte Faceliftversion mit größerem Akku ist klar empfehlenswerter als das ganz alte Modell. Gebrauchtwagenkäufer sollten neben einem Akkucheck die Achsaufhängungen, die Bremsanlage sowie die Beleuchtung prüfen. Und nicht zu vergessen: Rückrufhistorie unbedingt ansehen!
Service-Links









