VW Phaeton: Gebrauchtwagenmarkt
Luxus pur, 450 PS und W12-Motor für unter 5000 Euro!

Bild: AutoScout24/Car´s Heidenheim
Dabei ist der Phaeton selten – von 2001 bis 2016 wurden nicht einmal 85.000 Exemplare gebaut –, hat alles an Ausstattung zu bieten, was damals möglich war und wurde per Hand zusammengebaut (was für eine besonders hohe Qualität sorgen sollte). Und er bietet eine interessante Motorenpalette: V10-Diesel, der allerdings bereits 2006 eingestellt wurde, 4,2-Liter-V8 oder W12 mit sechs Litern Hubraum!
Der Phaeton als geplatzer Traum
Während der Phaeton in den USA bereits 2006 aufgab, wurde die Luxus-Limousine in Deutschland noch zehn Jahre weiter produziert. Insgesamt vier Facelifts gab es – und das, obwohl VW fast 30.000 Euro Verlust mit jedem produzierten Exemplar eingefahren hat.
Ein Phaeton des ersten Facelifts wird aktuell besonders günstig angeboten. Nur 4990 Euro soll der große Wolfsburger kosten. Der Wertverlust liegt bei diesem Exemplar also klar über 100.000 Euro, der Neupreis lag bei ungefähr 120.000 Euro. Klar ist: So viel Luxus für so wenig Geld, gibt es vermutlich nicht noch einmal!

Schwarzer Metallic-Lack und 18-Zoll-Felgen: Der VW Phaeton strahlt Luxus aus.
Bild: AutoScout24/Car´s Heidenheim
Aber klar ist auch: Auf den Käufer kommen horrende Folgekosten zu. Nicht nur, dass der Zwölfzylinder sehr (!) durstig ist. Bereits die Werksangabe liegt bei 14,5 Litern auf 100 Kilometer, und da kommen in der Realität sicher noch zwei, drei Liter hinzu. Auch Reparaturen gehen ins Geld.
Mehr Ausstattung geht nicht
Schließlich ist der Phaeton mit 16 Jahren auch nicht mehr der Jüngste, und bei so viel Ausstattung, kann immer mal etwas kaputtgehen. Um mal einige Beispiele zu nennen: Der Phaeton verfügt über einen Spurhalteassistenten, eine Einparkhilfe vorne und hinten, einen kleinen Kühlschrank, ein Navigationsgerät, Keyless-Access, eine Bluetooth-Schnittstelle für das Handy, TV-Empfang, eine Standheizung, Bi-Xenon-Scheinwerfer mit dynamischem Kurvenlicht, eine Vier-Zonen-Klimaautomatik, elektrisch verstellbare Sitze (vorne, 18-fach) mit Memory-Funktion sowie beheizbare Scheibenwaschdüsen und eine Scheinwerferreinigungsanlage. Ergo: Einiges an Elektronik, die plötzlich den Geist aufgeben könnte. Und der VW hat bereits 335.000 Kilometer auf dem Buckel ...

Leider nicht ganz mängelfrei: Die Tür sieht nach einem leichten Unfallschaden aus!
Bild: AutoScout24/Car´s Heidenheim
Erwähnt sei außerdem: Der Phaeton hat einen Schaden auf der Beifahrerseite. Die Tür ist eingedellt, und an einigen Stellen ist der Lack (Tarantellaschwarz Metallic mit Perleffekt) zerschrammt. Zudem ist am Heck noch eine kleine Beule zu erkennen, und der Händler gibt "leichte Hagelschäden" an.
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