Was macht Ärger beim VW Bus T3?

VW T3: Gebrauchtwagen-Check

Der Trend-Bus im Profi-Check

Der T3 ist Kult. Kaum einer kennt den Bulli besser als Lemmi, Peiki, Bullipaps und Drüsel. Seit Jahren kümmern sich die vier in ihrer Werkstatt "Die Schraubergrufties" um den Klassiker – und erklären für AUTO BILD, was es beim T3 zu beachten gilt.
VW Typ 2 Transporter 3, so heißt der letzte Heckmotor-VW im offiziellen Werksjargon, abgekürzt T3. Eine nüchterne Bezeichnung für ein Auto, das unzählige Fans für das fabelhafteste auf der Welt halten. Eine ganz besondere Fangemeinde hat sich in einem unscheinbaren Industriegebiet in Eckernförde bei Kiel niedergelassen. Für Thomas Lemm ("Lemmi"), Stephan Peik ("Peiki"), Heinz-Günther Schmidt ("Bullipaps") und Michael Schaper ("Drüsel") von der Werkstatt "Die Schraubergrufties" (www.dieschraubergrufties.de) dreht sich alles um den von 1979 bis 1992 gebauten VW T3. Warum eigentlich ausgerechnet der und nicht der viel praktischere Nachfolger T4? Bullipaps Heinz, Chef-Schrauber der vier, erklärt: "Der T4 ist vollgestopft mit Elektronik, das macht einfach keinen Spaß mehr. Der T3 ist da deutlich unkomplizierter, da lässt es sich wunderbar werkeln, man kann alles selbst machen." Wenn sie von ihrem Kult-Bus reden, kommen die Schraubergrufties ruck, zuck ins Schwärmen. Drüsel sagt: "Der Bulli ist kompakt und wendig. Er fährt sich so komfortabel wie ein Pkw, ist leiser als die Konkurrenz mit Frontmotor. Und so ein Transporter schluckt mal eben eine Tonne Sperrgut."

Im Überblick: Alle News und Tests zum VW T3

Die Bulli-Profis kennen den kantigen Kerl aus Hannover aus dem Effeff. Mittlerweile haben die Feierabend-Bastler über 40 T3 bis auf die letzte Schraube zerlegt, da bleibt kein Rostnest und keine Problemzone verborgen. Jetzt, 20 Jahre nach Produktionsende, ist der T3 extrem gefragt, das führt zu hohen Preisen und vielen überteuerten Blendern am Markt. Selbst eine mit Unterbodenschutz gerollte Zwölfthand-Camping-Schlurre gibt es in fahrbereitem Zustand kaum unter 1500 Euro. Begehrte Modelle (zum Beispiel syncro, Last Limited Edition) im Top-Zustand kosten bis zu 20.000 Euro. Auch bei der Ersatzteilsuche ist Geduld angesagt: Der VW-Händler um die Ecke kann längst nicht mehr alles liefern, Spezialisten wie Thomas Koch (www.tk-carparts.de) oder VW Classic Parts (www.volkswagenclassic.de) helfen da weiter. Viele Neu-Bulli-Eigner statten den Schraubergrufties ganz stolz einen Besuch ab und zeigen ihr Schätzchen. "Die wären besser mal vor dem Kauf zu uns gekommen und hätten sich schlaugemacht", sagt Lemmi. Deshalb verraten die Profis hier alles, was es beim T3 zu beachten gilt.

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Mittlerweile sind die jüngsten T3 mindestens 20 Jahre alt, viele der insgesamt 1,3 Millionen gebauten Bullis wurden im harten Arbeitsalltag verschlissen. Diejenigen, die heute noch existieren, sind entweder gehegte Liebhaberstücke oder dahinsiechende Bastel-Busse mit frischer HU-Plakette. Hier lauert die große Gefahr: Die Plakette allein sagt noch nicht viel über den Gesamtzustand aus. So kümmert es den TÜV nicht, wenn die fast immer gammelnden Blechfalze an den Seitenwänden einfach zugespachtelt werden. Auf Dauer bilden sich riesige Rostnester, dann hilft nur ein Austausch der Seitenwand. Besonders Wohnmobile mit Küchenzeile gammeln an der mit Glaswolle gefüllten Seitenwand und am Außenschweller. Hier besonders genau hinsehen und auf den Fugenverlauf achten!

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Die beliebten Hochdächer sorgen ebenfalls für Ärger: Die Dichtnaht zwischen Karosserie und Dach wird spröde, dann gammelt es nicht nur am Dachrand, sondern auch im Hohlraum der D-Säule. Für eine haltbare Reparatur muss das komplette Hochdach demontiert werden. Immer den Faltenbalg von Aufstelldächern auf Löcher und Schimmel prüfen. Eine typische Schwachstelle ist auch die Schiebetür, deren Laufrollen oft ausgelutscht sind. Ist die Dichtung der Windschutzscheibe porös, gammelt nicht nur der Scheibenrahmen, sondern auch das Blech an den Einstiegen, da sich das Wasser an dem Bodenbelag sammelt. Auch die Batteriekästen können von Säure zerfressen sein. Bei früheren wassergekühlten Modellen bis 1985 rosten die Wasserleitungen am Unterboden durch.

Oben in der Bildergalerie: Diese Dinge machen beim T3 Ärger!

Riecht es beim Volltanken nach Sprit, ist die Oberseite des Tanks durchgerostet, oder der Entlüftungsschlauch fehlt. Die wassergekühlten Benziner neigen zu undichten Wassermanteldichtungen und korrodierten Zylinderköpfen. Schüttelt sich der Wasserboxer stark im Stand, kann die Ansaugbrücke durchgerostet sein (Nebenlufteintritt). Durch die starken Vibrationen reißen dann oft die Motorlager. An der Leistungsgrenze gefahrene Turbodiesel leiden an gerissenen Zylinderköpfen und defekten Turboladern. Altersbedingter Ölverlust an Simmerringen und Ventildeckeldichtungen kommt bei allen Motoren vor. Ausgeschlagene Fahrwerklager und -buchsen sind ebenfalls altersbedingt, gebrochene Federn, vor allem hinten, lassen auf ein hartes Arbeitsleben schließen.

*Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem "Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der "Deutschen Automobil Treuhand GmbH" unentgeltlich erhältlich ist (www.dat.de).
Lars Busemann

Lars Busemann

Fazit

Gründe, den T3 zu lieben, gibt es viele: Er ist ein Multikulti-Charaktertyp, der einfach alles kann. Vor lauter Begeisterung sollten Käufer jedoch nicht vergessen, dass er mindestens 20 Jahre alt ist. Brauchbare Exemplare starten bei mindestens 6000 Euro. Darunter werden nur Schrauber glücklich.

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