Walter Röhrl war begeistert. Ja, auch eine Legende kann man noch überraschen. Lange hatte der 77-Jährige auf dieses Erlebnis gewartet. Im Grunde seit gut 30 Jahren, seit der McLaren F1 zwischen 1993 und 1997 in allen Versionen nur 106-mal gebaut wurde. Heute ist er für Normalsterbliche nicht mehr bezahlbar.
"Wenn wir ihn kriegen sollten, hat ihn irgendeiner kaputt gemacht vorher und so sind wir nie dazu kommen und ich hatte nie Gelegenheit, das Auto zu fahren. Geschweige denn, überhaupt aus der Nähe anzuschauen", sagte Röhrl.
Der Podcast "Alte Schule – die goldene Ära des Automobils" hat es Röhrl zusammen mit der BMW Group Classic jetzt ermöglicht, das Hypercar erstmals zu fahren.

"Das ist wie Formel 1"

"Das war ein tolles Erlebnis. Das ist ein Saugmotor, 12-Zylinder, das ist ein Erlebnis, wie das Auto am Gas hängt, wie das geht! Wir dürfen nicht vergessen, das Auto ist 30 Jahre alt - was das damals bedeutet hat! Die Leistung des Autos – da hat jeder gesagt, das ist wie Formel 1! Dieses Auto ist sehr komfortabel abgestimmt vom Fahrwerk her, das hat mich beeindruckt", sagte Röhrl.

An dieser Stelle finden Sie eingebettete Inhalte von YOUTUBE.

Um diese Inhalte darstellen zu können, benötigen wir Ihre Zustimmung.

Um eingebettete Inhalte anzuzeigen, ist Ihre jederzeit widerrufliche Einwilligung (über den Schalter oder über „Widerruf Tracking und Cookies“ am Seitenende) zur Verarbeitung personenbezogener Daten nötig. Dabei können Daten in Drittländer wie die USA übermittelt werden (Art. 49 Abs. 1 lit. a DSGVO). Mit dem Aktivieren des Inhalts stimmen Sie zu. Weitere Infos finden Sie hier.

"Du sitzt sehr weit vorne, siehst die Straße, meinst immer, du hast nichts vor Dir, aber das geht wunderbar. Trotzdem merkt man diese Masse, die hinten dran ist. Du musst mit dem Lenkrad sehr gefühlvoll umgehen", so der zweimalige Weltmeister. Man müsse ein bisschen Ahnung haben vom Autofahren und wissen, wo die Grenzen seien, sagte er: "Für einen Ungeübten ist es zum Spazierenfahren, aber Gas geben sollte er lieber nicht."
Denn der 6,1 Liter BMW V12 kommt auf gut 627 PS. Röhrl blieb nur eine gemächliche Fahrt auf der Straße. "Um eine ernsthafte Beurteilung abzugeben, musst du auf die Rennstrecke gehen. Das geht auf der Straße nicht, mit dem Auto schon gleich gar nicht. Das kann man auf der Straße nicht probieren, aber man kriegt den Eindruck, dass es von der Kraft her ein Rennauto ist, aber vom Fahren her einen gewissen Komfort hat."