Waymos autonomes Fahrzeug auf Abwegen im Gegenverkehr
Waymo-Robotaxi im Test auf der falschen Spur

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Robotaxis sollen viel umsichtiger und sicherer als Menschen fahren – doch plötzlich wechselt ein Wagen der Firma Waymo in den Gegenverkehr, weil seine Fahrspur belegt war.
Bild: dpa
Der längere Ausflug eines Waymo-Robotaxis in den Gegenverkehr in San Francisco hat die Google-Schwesterfirma unter Erklärungsdruck gebracht. Auf einem im Internet veröffentlichten Video ist zu sehen, wie das Fahrzeug eine durchgezogene Linie überquert und ungefähr 30 Sekunden auf der Gegenfahrbahn unterwegs ist.
Auf den beiden Fahrspuren auf der korrekten Seite war im Abendverkehr eine Gruppe von Menschen auf elektrischen Einrad-Rollern unterwegs. Statt abzuwarten, bis sie durchfahren, entschied sich die Software, im Gegenverkehr danebenzufahren.
War die Waymo-Geisterfahrt Absicht?
Waymo verteidigte das Verhalten des Fahrzeugs. Die Software sei davon ausgegangen, dass einer der Menschen stürzen könne und sei deswegen "umsichtig" auf die freie Gegenfahrbahn gewechselt, erklärte eine Sprecherin am 22. April 2024. Danach sei der Wagen zur Sicherheit der Rollerfahrer auf der Gegenfahrbahn geblieben, um ihnen nicht zu nahe zu kommen und niemandem den Weg abzuschneiden. Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer habe oberste Priorität und man werde aus diesem "einmaligen Ereignis" lernen. Das gesamte Manöver sei von der Software beschlossen und ausgeführt worden, betonte sie.
Die Waymo-Robotaxis sind in den vergangenen Monaten ohne größere Zwischenfälle in San Francisco unterwegs. Traditionell werfen Einwohner und öffentliche Verkehrsbetriebe ihnen auch eher vor, zu zaghaft zu agieren und deshalb gelegentlich den Verkehr zu blockieren. Entwickler selbstfahrender Autos hatten schon in den vergangenen Jahren versucht, die Software stärker dem Verhalten von Menschen in unkonventionellen Situationen anzupassen.
(Mit Material der dpa)
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