Premiere bei den 8h von Portimão: Das Glickenhaus-Hypercar legte seine ersten Rennkilometer in der Sportwagen-WM zurück. Allerdings war das Resultat eher schwach: 54 Runden Rückstand auf den siegreichen Toyota!
Vier Autos von drei verschiedenen Herstellern sind nun in der Topklasse vertreten: Das Toyota-Hypercar mit Hybridantrieb (3,5-Liter-V8-Turbo), der Alpine-LMP1 (4,5-Liter-V8-Sauger, kein Hybrid) und nun auch das Glickenhaus-Hypercar (3,5-Liter-V8-Turbo, kein Hybrid). 
Alpine stellte den LMP1-Renner zwar auf die Pole-Position, doch im Rennen hatte die französische Marke aus dem Renault-Konzern keine Chance gegen Toyota. Die Japaner sparten sich nämlich einen Boxenstopp, weil sie die einzelnen Stints in die Länge ziehen konnten, also weniger Sprit brauchten. Das wird vor allem über die 24 Stunden in Le Mans ein klarer Vorteil sein.

LMP2 rücken näher an Hypercars

Das Glickenhaus-Hypercar war dagegen noch zu langsam – und zu defektanfällig. Um die Leistung der Autos in der Topklasse anzugleichen, musste der Toyota zwar 26 Kilogramm aufladen und dem Motor wurden sieben PS geklaut, aber Glickenhaus war im Qualifying dennoch 1,8 Sekunden langsamer als die Spitze – und eine Sekunde langsamer als der schnellste LMP2.
Sophia Flörsch holt in der WEC einen starken sechsten Platz in der LMP2-Klasse.
Gerade die LMP2 rückt der Topklasse immer weiter auf die Pelle. Der siegreiche Jota Oreca-Gibson (4,2-Liter-V8-Sauger, am Steuer: Roberto González, Anthony Davison, Antonio Felix da Costa) hatte am Ende nur vier Runden Rückstand auf den Gewinner-Toyota mit Sébastien Buemi, Brendon Hartley und Kazuki Nakajima am Steuer. Auf eine viel längere Le-Mans-Runde wird der Abstand geringer ausfallen. Viele Zwischenfälle dürfen sich die Hypercars also nicht leisten – sonst haben die LMP2-Protypen eine reelle Siegchance.

Flörsch mit Platz sechs

Und innerhalb der LMP2-Kategorie schießt sich auch Sophia Flörsch immer besser ein. „Wir haben keine Fehler gemacht und hatten ein gutes Rennen. So kann es weitergehen“, teilt die Münchnerin nach dem Portugal-Rennen mit. Zusammen mit ihren beiden Kolleginnen Tatiana Calderón und Beitske Visser kam sie immerhin auf Rang sechs ihrer Klasse ins Ziel.
In beiden GTE-Kategorien siegte indes Ferrari.
Weiter geht es am 18. Juli mit dem dritten Saisonrennen in Monza.